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In rund drei Wochen wird der sogenannte Arktische Rat, dem die Anrainerstaaten der Arktis angehören, im schwedischen Kiruna über die industrielle Nutzung der Arktis beraten. Einige der Mitgliedstaaten haben bereits Lizenzen für die Ölförderung in der Arktis vergeben. Um die Arktis zu schützen und vor den Folgen eines Ölunfalls zu bewahren, fordert Greenpeace die Errichtung eines internationalen Schutzgebiets in der sog. "hohen Arktis" und Verbote gegen Ölförderungen in arktischen Gewässern. Um der Forderung Nachdruck zu verleihen, haben sich an den "I ? Arctic"-Menschenbannern Greenpeace-Aktivisten und Bürger und Bürgerinnen in weltweit 280 Städten in über 30 Ländern beteiligt.Eigentlich wollte auch der Ölkonzern Shell im letzten Jahr vor der Küste Alaskas nach Öl bohren. Doch daraus wurde nichts: Die zuständigen US-Behörden verweigerten dem Konzern wegen schwerer Mängel die Genehmigungen. Für den Konzern reihte sich 2012 Panne an Panne. Sowohl Bohrschiff als auch Bohrinsel, die letztjährig in der Arktis nur Oberflächenbohrungen durchführen durften, liefen vor Alaska auf Grund. Beide Bohreinheiten sollen nun in asiatischen Werften gewartet werden. Shell hat angekündigt, auch 2013 keine Bohrungen in der Arktis durchzuführen. "Die Havarien von zwei Shell-Bohrschiffen haben gezeigt, dass Ölkonzerne unter den schwierigen Wetterbedingungen in der Region nicht sicher arbeiten können", sagt Christoph von Lieven, Sprecher von Greepeace.Ölunfall in der ArktisEin Ölunfall in arktischen Gewässern hätte unabsehbare Folgen für Mensch und Natur und wäre kaum unter Kontrolle zu bringen. Aufräumarbeiten werden nicht nur durch die extremen Wetterbedingungen erschwert, sondern auch dadurch, dass unter Eisflächen ausgelaufenes Öl kaum wieder eingeholt werden kann. Bei tiefen Temperaturen dauert der Zersetzungsprozess des Öls Jahrzehnte: Es droht eine dauerhafte Schädigung der marinen Tier- und Pflanzenwelt. Hinzu kommt noch die Abgelegenheit der Arktis: Stationen, von denen aus Hilfsaktionen gestartet werden könnten, sind viele Kilometer entfernt. "Die Anrainerstaaten müssen die Konsequenzen ziehen und die Vorhaben zur Industrialisierung der Arktis komplett aufgeben", sagt von Lieven.Mit dem aus der globalen Erwärmung resultierenden Rückgang des Meereises in der Arktis werden für die Ölindustrie zuvor unerreichbare Ölfelder ausbeutbar. Seit gut einem Jahr protestieren Greenpeace-Aktivisten weltweit mit zahlreichen Aktivitäten, wie der gerade zuende gegangenen Nordpolexpedition, gegen die Pläne der Industrialisierung der Arktis. Gleichzeitig ruft die Organisation die Menschen weltweit auf, sich mit einer Unterschrift auf der Seite savethearctic.org für ein Schutzgebiet in der Arktis einzusetzen.

Petition

https://act.greenpeace.de/vw-klage

Für ein Recht auf Zukunft, nicht Verbrenner

Für ein Recht auf Zukunft, nicht Verbrenner. Greenpeace klagt gemeinsam mit mit dem Bio-Landwirt Ulf Allhoff-Cramer und Fridays for Future-Klimaaktivistin Clara Mayer mehr Klimaschutz bei Volkswagen ein. Unterstützen Sie die Klage mit Ihrer Unterschrift!

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