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Greenpeace-Banner auf der VW-Hauptversammlung in Hamburg, April 2012
Karsten Smid / Greenpeace

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

Am Eingang des Congress Centers Hamburg (CCH) befestigten die Aktivisten ein zwölf mal fünf Meter großes Banner. Mit der Forderung, Verantwortung ernst zu nehmen, appellierten sie an den deutschen Autobauer, die CO2-Grenzwerte der eigenen Autoflotte stärker zu senken als geplant. Auch im Congress Center {image}demonstrierten die Greenpeace-Aktivisten für besseren Klimaschutz. Während der Rede von VW-Chef Martin Winterkorn gelang es, ein Banner mit der Aufschrift: Volkswagen - das Problem zu entrollen.

Greenpeace hofft, dass mit dem Einzug von Ursula Piech in den Aufsichtsrat auch der Klimaschutz eine neue Stimme erhält. Klimaschutz ist keine Sonderausstattung. Wir hoffen, dass Frau Piech genau das der technikverliebten VW-Führungsriege klar macht, sagt Wolfgang Lohbeck, Verkehrsexperte bei Greenpeace.

Am Tag der Hauptversammlung veröffentlichte Volkswagen seinen Nachhaltigkeitsbericht. Greenpeace kritisiert, dass die darin formulierten Umweltziele nicht ambitioniert genug seien. Volkswagen erhebt den Anspruch, Pionier in Sachen Umweltschutz zu sein. Es genügt jedoch nicht, sich im Mittelfeld zu bewegen, so Lohbeck. Der Weltkonzern VW beeinflusst die Modellpolitik anderer Hersteller weltweit und muss dieser Vorbildfunktion gerecht werden. Showcars mit 1-Liter-Verbrauch dürfen nicht als Nischenprodukt mit Alibi-Funktion dienen, sagt Lohbeck. VW muss seine klimaschonende Spritspartechnik in alle Neuwagen ohne Mehrpreis einbauen.

Zeichen für den Klimaschutz statt Lobbyarbeit

Greenpeace vermisst bei den Umweltzielen des Konzerns eine klare Aussage zu den geplanten CO2-Grenzwerten der VW-Neuwagenflotte im Jahr 2020. Die EU wird demnächst für dieses Entscheidungsjahr einen Grenzwert festlegen. Die Diskussion dreht sich derzeit um 95 Gramm CO2 pro Kilometer. Konzerne wie VW versuchen jedoch im Vorfeld durch Lobbyarbeit, diesen Wert zu verwässern, statt durch die eigene ambitionierte Modellpolitik Zeichen für den Klimaschutz zu setzen. Volkswagen hatte sich mit dem Ziel von 120 Gramm CO2 pro Kilometer bisher lediglich auf das Jahr 2015 festgelegt. Das ist zwar ein erster Schritt. Doch klimapolitisch notwendig und technisch möglich sind 80 Gramm CO2 pro Kilometer für das Jahr 2020, so Lohbeck. Greenpeace fordert diesbezüglich eine klare Stellungnahme von Volkswagen. Greenpeace ist weiterhin zu einem Dialog auf offizieller Ebene mit Volkswagen bereit.

Zwei Tage vor der Hauptversammlung hatten Greenpeace-Aktivisten bereits auf und über dem Dach des VW-Verwaltungsgebäudes in Wolfsburg protestiert, indem sie auf das Firmenlogo kletterten und ein Banner mit der Aufschrift CO2-Das Problem entrollten. Außerdem drehte ein Aktivist mit einem Gleitschirm eine Runde über der VW-Chefetage, um für mehr Umweltverantwortung bei dem Autohersteller zu demonstrieren. Im Internet haben sich seit Start der Klimakampagne bereits über 510.000 Unterstützer der Kritik von Greenpeace angeschlossen.

  • Protest bei VW-Hauptversammlung vor dem Eingang des CCH (Congress Center Hamburg) mit Bannern im April 2012

    VW-Hauptversammlung

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  • Protest bei VW-Hauptversammlung vor dem Eingang des CCH (Congress Center Hamburg) mit Bannern im April 2012

    Flyer: VW - Das Problem

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  • Protest bei VW-Hauptversammlung vor dem Eingang des CCH (Congress Center Hamburg) mit Bannern im April 2012

    VW-Hauptversammlung

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  • Protest bei VW-Hauptversammlung vor dem Eingang des CCH (Congress Center Hamburg) mit Bannern im April 2012

    Sicherheitsdienst zerstört Banner

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  • Protest bei der VW-Hauptversammlung in Hamburg, April 2012

    Während der Rede von Winterkorn

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Die dunkle Seite des Volkswagen-Konzerns

Die dunkle Seite des Volkswagen-Konzerns

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Kein Recht auf Verbrenner!

Greenpeace klagt gemeinsam mit mit dem Bio-Landwirt Ulf Allhoff-Cramer und Fridays for Future-Klimaaktivistin Clara Mayer mehr Klimaschutz bei Volkswagen ein. Unterstützen Sie die Kläger:innen mit Ihrer Unterschrift

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