Skip to main content
Jetzt spenden
Frank Hewetson, September 2013
© Denis Sinyakov / Greenpeace

Frank Hewetson: Unermüdlich für die Umwelt

In einem Brief an seine Kollegen bei Greenpeace Großbritannien schreibt Frank im Oktober über die Haftbedingungen in Murmansk. "Ich nehme die eine Stunde Bewegung am Tag sehr ernst und habe ein bisschen rumgerechnet: Wenn ich in diesem Betonkasten von 5 auf 5 Metern 80 Mal hin und her laufe, dann kommt das etwa meinem Weg von zu Hause zum Queen's Park [Franks U-Bahn-Station in London] gleich."

Sein Zuhause hatte der Londoner monatelang nicht gesehen. Aber seit er Ende Dezember sein Visum erhalten hat und endlich heimgekehrt ist,  kann Frank endlich mit seiner Partnerin Nina, seinen beiden Kindern und Hund Pluto wieder die Natur erkunden oder seinem Hobby, dem Tischtennis, nachgehen.

Der 45-jährige arbeitet seit 1989 für Greenpeace in Großbritannien und Australien. Er setzt sich unermüdlich für die Umwelt ein. Im Laufe der Jahre hat er an vielen Greenpeace-Kampagnen mitgearbeitet. Entschlossen kämpft er für den Schutz der Arktis. Mit Begeisterung ging er an Bord der Arctic Sunrise, um am Protest gegen Gazproms Ölbohrungen in der Petschorasee mitzuwirken.

Alltag im Gefängnis

"Das Leben verfällt langsam in einen täglichen Trott, in dem das bloße Öffnen des Gucklochs [der Zellentür] von außen eine leichte Welle der Aufregung in mir auslöst", schrieb Frank in einem Brief an die britische Zeitung "Independent on Sunday". "Einer meiner Zellengenossen wurde zu einem anderen verlegt, also gibt es nur noch einen Kettenraucher."

Am 22. November verlässt auch Frank das Gefängnis SIZO 1 in St. Petersburg. In einem Interview mit der BBC spricht er abermals über seine Zeit hinter Gittern. "Murmansk war wie ein Zeitsprung", erzählt er, "es hat sich einfach unwirklich angefühlt."

"Zuerst konnte man das alles gar nicht ernstnehmen", gesteht er der BBC. "Das mit der Piraterie hat sich sogar ganz cool angehört! Unmöglich, dass wir eine 15-jährige Haftstrafe bekommen, dachte ich, es ist einfach eine absurde Anschuldigung! Aber die Anklage wegen Rowdytums wirkte zielstrebiger - irgendwie strategisch - und hat mich beleidigt. Das ist einfach nicht, was wir machen, wir sind verantwortungsvolle Menschen. Wir haben da mit einer enormen Ernsthaftigkeit mitgemacht."

Zum Weiterlesen:

Die Chronologie der Arctic 30

  • Frank Hewetson bei einer Anhörung in Murmansk, Oktober 2013

    Murmansk

    Überspringe die Bildergalerie
  • Frank Hewetson verlässt das Gefängnis, November 2013

    Frank Hewetson

    Überspringe die Bildergalerie
Ende der Gallerie

Mehr zum Thema

Freiwillige helfen, die Strände von den Verschmutzungen zu befreien.

Ölkatastrophe in Israel

  • 03.03.2021

Die größte Ölkatastrophe in der Geschichte Israels ist auch ein Versagen der Politik. Satellitenbilder vom Mittelmeer zeigen, dass die Gefahr rechtzeitig zu erkennen gewesen wäre.

mehr erfahren
Die Esperanza fährt vor der Andrew-Plattform vorbei

Ölverschmutzung in der Nordsee

  • 17.08.2020

Eine starke Ölverschmutzung bei einer Plattform in der Nordsee dokumentierten Aktivistinnen und Aktivisten des Greenpeace-Schiffes Esperanza. Sie meldeten den Vorfall den Behörden.

mehr erfahren
Portrait Christian Bussau

Umweltkatastrophe in Arktis

  • 15.06.2020

Was bedeutet die Ölkatastrophe in Russland für Mensch, Tier und Umwelt – und wie hängt das alles mit der Klimakrise zusammen? Ein Interview mit Dr. Christian Bussau von Greenpeace.

mehr erfahren
Greenpeace-Aktivisten vor BP-Hauptquartier in London

Weg vom Öl

  • 05.02.2020

Erster Tag im Amt, und schon Ärger mit Greenpeace: Auch vom neuen Chef des Ölkonzerns BP fordern die Umweltschützer, endlich den Kurs auf Klimarettung zu stellen.

mehr erfahren
Greenpeace-Aktivisten und Aktivistinnen protestieren im Schlauchboot vor der Brent Bravo und Brent Alpha. An einem Betonsockel hängt ein Banner "Clean up your mess, Shell!"

Dreckiges Ölgeschäft

  • 14.10.2019

Shell will alte Plattformen mit 11.000 Tonnen Öl in der Nordsee verrotten lassen. Dagegen protestieren seit heute Morgen Greenpeace-Aktivisten und kletterten auf zwei Plattformen.

mehr erfahren
Greenpeace-Kletterer protestieren an der BP-Plattform gegen weitere Bohrungen nach Öl. Sie haben ein Banner dabei mit der Aufschrift "Climate Emergency"

Öl auf Abwegen

  • 20.06.2019

Seit neun Tagen halten Greenpeace-Aktivisten und Aktivistinnen den Öl-Konzern BP in Atem; „Klimanotstand“ steht auf dem Banner, mit dem sie auf eine Ölplattform kletterten.

mehr erfahren