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Haie schwimmen um den 100 Meter langen Turm

Aufgedeckt: Gesunkener Ölturm vor Westaustralien gefunden

Ausbeutung der Meere stoppen!

Greenpeace Australia Pacific hat vor der Küste Westaustraliens einen versenkten Ölturm des Konzerns Woodside gefunden. Das Unternehmen plant ein Mega-Gasprojekt, in das deutsche Steuergelder fließen.



Die Szene erinnert an einen Film von James Cameron: Zwischen bunten Fischen, kleinen und größeren Haien taucht, 47 Meter unter dem Meeresspiegel, ein versunkenes Monstrum auf. Mitten in einer Welt von Korallenriffen und auf den Migrationsrouten von Walen hat der australische Energieriese Woodside einen alten Ölturm heimlich im Meer versenkt und ihn sich selbst überlassen.



Eine Unterwasserdrohne hat die verblüffenden Aufnahmen aufgenommen. Sie zeigen, dass der 100 Meter lange Turm aufrecht gesunken ist. Der Ölturm ist im Besitz von Woodside, seitdem der australische Konzern 2022 die Öl- und Gasanlagen des Rohstoffunternehmens BHP übernommen hat. BHP förderte damit früher vor Australiens Küste Öl aus den Griffin Fields. Greenpeace fordert das Unternehmen auf, den Turm sofort zu entfernen und sicher an Land zu entsorgen..

Franziska Saalmann begleitete als Meeresbiologin von Greenpeace Deutschland die Tour des Segelschiffs Rainbow Warrior, von dem aus das Team in die Tiefe startete.

Whale Spotting at Perth Canyon, Western Australia
„Dieser Ölturm ist kein kleines Bauwerk. Er hat die Größe eines Wohnblocks, und er rostet und verfällt sichtbar - in einem Gebiet voller Meerestiere, darunter Wale und mehrere Delfinarten. Dass die Menschen bei Woodside denken, sie könnten dieses Stück Müll einfach dort unten verstecken, zeigt, dass wir dieser Firma beim Thema Ozeanschutz nicht vertrauen können.“

Franziska Saalmann

Meeresbiologin Greenpeace e.V.

Whale Spotting at Perth Canyon, Western Australia
Zitat
„Dieser Ölturm ist kein kleines Bauwerk. Er hat die Größe eines Wohnblocks, und er rostet und verfällt sichtbar - in einem Gebiet voller Meerestiere, darunter Wale und mehrere Delfinarten. Dass die Menschen bei Woodside denken, sie könnten dieses Stück Müll einfach dort unten verstecken, zeigt, dass wir dieser Firma beim Thema Ozeanschutz nicht vertrauen können.“
Zitatinhaber, Vorname Nachname
Franziska Saalmann
Position des Zitatinhabers
Meeresbiologin Greenpeace e.V.

Sinkender Woodside-Ölturm, der sich vor Westaustralien im Meer absenkt.

Greenpeace Aktivist:innen von Greenpeace Australia Pacific protestieren auf sinkendem Woodside-Ölturm in der Nähe von Exmouth

Sinkender Ölturm von Woodside mit Protestbanner "Don't be a tosser!" (Sei kein Vollidiot und hör auf den Ozean zu vermüllen!")

Nur wenige Kilometer weiter liefert Woodside einen weiteren Beweis für seinen fragwürdigen Umgang gegenüber der Meeresumwelt und seine Untragbarkeit als Geschäftspartner: Ein zweiter aus dem Betrieb genommener Ölturm in der Länge von 83 Metern hat hier begonnen zu sinken. Aktivist:innen von Greenpeace Australia Pacific haben den Turm, dessen Gewicht einem Viertel des Eiffelturms entspricht, bestiegen und ein Banner mit der Aufschrift: “Woodside don’t be a Tosser” aufgehängt (auf deutsch etwa: “Woodside, sei kein Vollidiot und Schmeiß deinen Müll nicht in die Gegend!”) sowie ein Metallschild mit der Aufschrift “Warning: Wooside’s Toxic Trash” installiert. 

  • Unterwasserdrohne wird von einer Aktivist:in ins Wasser gelassen

    Einsatz der Unterwasserdrohne

    Unterwasserdrohne wird von einer Aktivist:in ins Wasser gelassen. Das Schlauchboote startete vom Greenpeace Segelschiff Rainbow Warrior, das gerade an der Westküste Australiens unterwegs ist.

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  • Haie schwimmen um den 100 Meter langen Turm

    Meeresumwelt rund um den Turm

    Mehrere Hai- und Fischarten schwimmen um den 100 Meter langen Griffin Turm.

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  • Nahaufnahme der Unterwasserdrohne

    So wurden die Bilder geliefert

    Nahaufnahme der Unterwasserdrohne auf dem Weg in fast 50 Meter Tiefe.

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  • Greenpeace enthüllt Woodsides versunkenen Ölturm Griffin Field

    Nahaufnahme der gesunkenen Turmspitze von Woodside.

    Der Turm rostet in 47 Metern Tiefe vor sich her. Sein Gewicht entspricht fast einem Viertel des Eiffelturms.

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  • Nahaufnahme der Turmspitze

    Spitze des versunkenen Turms

    Aufnahme der Turmspitze des versunkenen Griffin Towers. Nur wenige km weiter lässt Energiekonzern Woodside zu, wie sich ein weiterer Ölturm im Meer absenkt.

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Ende der Gallerie

Was hat Deutschland mit dem sinkenden Ölturm zu tun?



Stichwort Vertrauen: RWE und der deutsche Staatskonzern Uniper sind mit Woodside im Geschäft. Sie wären Hauptabnehmer des geplanten Mega-Gasprojekts, das Woodside ganz in der Nähe realisieren will.

Mit fatalen Folgen für alle Lebewesen und die Meeresumwelt in diesem Gebiet. Denn auch Meeresschutzgebiete und Migrationsrouten von Walen würden von dem Energieriesen durch Pipelines gekreuzt. Außerdem könnte hier bald der Einsatz von Unterwasserschallkanonen starten, der die Tiere orientierungslos und taub machen kann. Dies kann tödlich enden.



Wir fordern die deutsche Bundesregierung auf, Verantwortung zu übernehmen und Unipers Verstrickungen mit Woodside aufzulösen”, so Franziska Saalmann. “Deutsche Steuergelder dürfen nicht in die Zerstörung dieser empfindlichen Meeresgebiete wandern!”



Diese Forderung ist eine konkrete Ableitung aus dem von Greenpeace Deutschland beauftragten Rechtsgutachten über die Klimaschutzrechtliche Einflussmöglichkeiten und  Notwendigkeiten der Bundesregierung auf die Uniper SE.

Ein Konzern wie Woodside, der verrottende Infrastruktur einfach im Meer zurücklässt, muss an der Realisierung weiterer Mega-Gasprojekte gehindert werden. Helfen Sie uns, den Start des Projektes zu stoppen, in dem sich die Bundesregierung gegen die Abnahme von diesem dreckigen Gas stark macht.

 

Petition

https://act.greenpeace.de/industriegebiet-meer-a

Das Meer ist kein Industriegebiet: Mega-Gasprojekt vor Australien stoppen!

Die rücksichtslose Plünderung, Zerstörung und Verschmutzung unserer Ozeane kennt keine Grenzen. Fordern Sie die Bundesregierung auf, sich gegen die systematische Ausbeutung und für den Schutz unserer Ozeane stark zu machen. Konkret heißt da u.a.: Unipers Verstrickungen in das Mega-Gasprojekt vor Westaustralien auflösen.

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