Jetzt spenden
Non EPR
Greenpeace

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

Die Studie befasst sich mit den Folgen eines möglichen Terrorangriffs durch ein entführtes Passagierflugzeug, das auf die Reaktorkuppel stürzt. In seiner Studie beruft sich Large auf einen geheimen Report des französischen Stromkonzerns EdF aus dem Jahr 2003. Aus dem Report geht hervor, dass der geplante neue Europäische Druckwasserreaktor EPR bei Terrorismusattacken per Flugzeug nicht sicher ist.

Der EPR wird als die Zukunft der Atomkraft gepriesen. In Wahrheit hat er ähnliche Sicherheitsprobleme wie jeder andere Reaktor auch. Solaranlagen und Windräder sind kein Ziel für Terrorangriffe. Deshalb fordern wir den Ausstieg aus dieser Risikotechnologie, sagt Heinz Smital, Atomexperte von Greenpeace.

Der EdF-Report wurde der Anti-Atom-Organisation Sortir du Nucleaire bereits im November 2003 zugespielt - zusammen mit einem ebenfalls streng vertraulichen Firmenanschreiben. Das Netzwerk veröffentlichte den Brief am 24. November 2003. Dass jetzt auch der vollständige Report auf den Websites von Greenpeace Frankreich und des Netzwerks veröffentlicht wurde, ist den Diskussionen und Ereignissen der letzten Tage geschuldet.

Gereizt durch die Debatten um den neuen Reaktor ließen die französischen Behörden diese Woche die Wohnung des Umweltschützers Stephane Lhomme von der Sortir du Nucleaire von Anti-Terror-Einheiten stürmen. Lhomme wird vorgeworfen, den geheimen EdF-Report der Öffentlichkeit zugänglich gemacht zu haben. In Frankreich ein schwerer Vorwurf, denn dort wird derzeit alles getan, um die Bürger über atomare Risiken in Unwissenheit zu halten.

Die Festnahme zeigt, dass der französische Staat in Sachen Nukleartechnologie keine Öffentlichkeit will. Da wird klar, dass die Fortsetzung der Nutzung von Atomkraft auch zu einem Risiko für Bürgerrechte wird. Wir wollen keinen Atomstaat, kommentiert Smital das Geschehen in Frankreich.

Jetzt mitmachen

Du willst Teil der Energiewende sein?

Menschen stellen die Energiewende dar - von der Atomkraft zur Windkraft 15.04.2011

Dann besuche in unserer Mitmach-Community Greenwire die Energiewende-Themengruppe und tausche dich mit Anderen aus, finde weitere Mitmachangebote und erfahre mehr über unsere Kampagnen.

Hier lang zur Themengruppe-Energiewende

Themengruppe auf

Menschen stellen die Energiewende dar - von der Atomkraft zur Windkraft 15.04.2011

Mehr zum Thema

Karte der Region Fukushima in Japan, die die Ausbreitung der Strahlung nach der Atomkatastrophe im März 2011 im Kernkraftwerk Fukushima Daiichi zeigt.
  • 11.01.2024

Der 11. März 2011 versetzte Japan in einen Ausnahmezustand, der bis heute anhält. Die dreifache Katastrophe von Erdbeben, Tsunami-Flutwelle und Super-GAU traf das Land bis ins Mark.

mehr erfahren
Balloons on the 'Plein' at The Hague
  • 12.12.2023

Ein technologischer Meilenstein, aber kein Modell für die Zukunft: Warum der gelungene Versuch der Kernfusion nicht die Probleme der Gegenwart löst.

mehr erfahren
Dunkle Wolken über Fukushima
  • 24.08.2023

Mit bewussten Fehleinschätzungen wird der Plan gerechtfertigt, mehr als eine Million Tonnen radioaktives Wasser aus Fukushima ins Meer abzulassen. Greenpeace entkräftet diese Halbwahrheiten.

mehr erfahren
The Nuclear Crisis at the Fukushima Daiichi Nuclear Plant Continues
  • 14.06.2023

Seit der Nuklearkatastrophe von Fukushima 2011 hat Greenpeace zahlreiche Studien durchgeführt. Alle Publikationen sind hier aufgelistet.

mehr erfahren
Tschornobyl Tour zum 30. Jahrestag
  • 08.06.2023

Nach dem Super-GAU in Tschornobyl am 26. April 1986 begann der Bau einer Schutzhülle zur Eindämmung der Strahlung. Doch das Provisorium war bald einsturzgefährdet, ein zweiter Sarkophag wurde gebaut.

mehr erfahren
In einem Kindergarten liegen die Spielsachen so, wie sie nach der Katastrophe zurückgelassen wurden. Die Gasmaske eines Kindes neben einer Puppe ist nur ein weiteres grausames Paradoxon: Eine Woche vor dem Atomunfall wurden die Kinder darin geschult, die Sicherheitsausrüstung gegen die atomare Gefahr zu benutzen. Doch am Tag des Unfalls wurde auf Anweisung der Parteiführung keine einzige Gasmaske benutzt.
  • 26.04.2023

Am 26. April 1986 erschüttert eine Explosion das Atomkraftwerk Tschornobyl. Eine radioaktive Wolke verseucht die Region und zieht über Europa. Ursache sind menschliches Versagen und technische Mängel.

mehr erfahren