Jetzt spenden
Projektion am AKW Neckarwestheim 6.6.2011
Joachim Röttgers / Greenpeace

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

Merkels Ausstieg bis 2022 ist ein Ausstieg im Schneckentempo. Es gibt keinen vernünftigen Grund dafür, die verbleibenden neun Reaktoren noch bis zu elf Jahre lang laufen zu lassen, sagt Tobias Münchmeyer, Energie-Experte bei Greenpeace.

Die Atompolitik von Schwarz-Gelb gibt tatsächlich Rätsel auf: Entgegen der Empfehlung der eigens beauftragten Ethikkommission will man den Atomausstieg erst 2022 vollenden. Sieht so der von Frau Merkel versprochene Wechsel so schnell wie möglich aus?

An jedem einzelnen noch laufenden AKW in Deutschland haben die Umweltaktivisten in der Nacht das von Greenpeace jeweils empfohlene Abschalt-Jahr der Reaktoren projiziert.

  • 2011: Neckarwestheim 2
  • 2012: Gundremmingen B+C
  • 2013: Brokdorf, Philippsburg 2
  • 2014: Grohnde, Grafenrheinfeld
  • 2015: Emsland, Isar 2

Ihre Verantwortung, Frau Merkel!

{image}In Deutschland redet sich die Politik die verschleppten Ausstiegspläne schön - in Japan misst man indessen nach dem dreifachen Super-GAU erneut hohe Radioaktivität. Fukushima zeigt deutlich: Jeder Tag Atomkraft ist einer zu viel.

Die Koalitions-Entscheidung für den deutschen Ausstieg 2022 kommentiert Greenpeace-Sprecher Münchmeyer: Merkel ignoriert die Empfehlung der Ethikkommission, so schnell wie möglich auszusteigen. Während die Strahlung in Fukushima noch zunimmt, schaltet Merkel schon wieder einen Gang zurück. Die Bundeskanzlerin übernimmt mit ihrer Entscheidung die volle politische Verantwortung für jeden Atomunfall, der sich nach 2015 ereignet. Greenpeace hat im Energiekonzept Der Plan gezeigt, dass 2015 ein realistisches Ausstiegsdatum ist - wenn der politische Wille da ist.

Greenpeace kritisiert das Vorgehen der Bundesregierung in insgesamt fünfzehn Punkten, in denen sich die Regierung gleich mehrfach den Empfehlungen der Ethikkommission widersetzt.

  • AKW Gundremmingen, 6.6.2011: "Jeder Tag Atomkraft ist einer zu viel"

    AKW Gundremmingen

    Überspringe die Bildergalerie
  • Projektion am AKW Philippsburg 6.6.2011

    Projektion am AKW Philippsburg

    Überspringe die Bildergalerie
  • Projektion am AKW Grohnde 6.6.2011: "AKW Grohnde 2014 abschalten!"Projektion am AKW Grohnde 6.6.2011

    AKW Grohnde

    Überspringe die Bildergalerie
  • Greenpeace-Projektion am AKW Grafenrheinfeld am 6.Juni 2011

    Drei Monate nach Fukushima

    Überspringe die Bildergalerie
  • Projektion am AKW Emsland 6.6.2011: "AKW Emsland 2015 abschalten!"

    AKW Emsland

    Überspringe die Bildergalerie
  • Projektion am AKW Brokdorf 6.6.2011

    AKW Brokdorf

    Überspringe die Bildergalerie
  • Projektion am AKW Isar 2 bei Landshut 6.6.2011

    AKW Isar 2 bei Landshut

    Überspringe die Bildergalerie
Ende der Gallerie
Der Plan - Deutschland ist erneuerbar!

Der Plan - Deutschland ist erneuerbar!

Anzahl Seiten: 24

Dateigröße: 2.06 MB

Herunterladen

Online-Mitmachaktion

https://act.greenpeace.de/warmewende-jetzt

Wärmewende jetzt!

Die Bundesregierung will die Wärmewende ausbremsen - doch das wäre fatal und würde neue Unsicherheiten schaffen. Wir fordern: keine Abschwächung des Gesetzes, faire Förderung und Schutz für Mieter:innen!

Petition unterzeichnen
0%
vom Ziel erreicht
0
haben mitgemacht
0%
Thermography of Wasted Heat in Germany

Mehr zum Thema

In einem Kindergarten liegen die Spielsachen so, wie sie nach der Katastrophe zurückgelassen wurden. Die Gasmaske eines Kindes neben einer Puppe ist nur ein weiteres grausames Paradoxon: Eine Woche vor dem Atomunfall wurden die Kinder darin geschult, die Sicherheitsausrüstung gegen die atomare Gefahr zu benutzen. Doch am Tag des Unfalls wurde auf Anweisung der Parteiführung keine einzige Gasmaske benutzt.

Tschornobyl

1986 ereignete sich in Tschornobyl eine Katastrophe: Das Atomkraftwerk explodierte, eine radioaktive Wolke verseuchte die Region und zog über Europa. Am 26. April jährt sich der Super-GAU zum 40. Mal.

mehr erfahren über Tschornobyl
Tschornobyl Tour zum 30. Jahrestag

Der Sarkophag in Tschornobyl

Seit 2016 schützte ein neuer, teurer Sarkophag die Umwelt vor des Strahlen Tschornobyls. 2025 beschädigte ihn ein russischer Drohnenangriff schwer. Ein neuer Report zeigt: er ist jetzt undicht.

mehr erfahren über Der Sarkophag in Tschornobyl
Projektion zum Atomausstieg am AKW Isar 2

Zwei Jahre ohne Atomkraft

Atomkraft ist nicht nur riskant, sondern auch keine Lösung für die Energiekrise. Am 15. April 2023 wurden die deutschen Atomkraftwerke darum endgültig abgeschaltet. Und das ist gut so!

mehr erfahren über Zwei Jahre ohne Atomkraft
Karte der Region Fukushima in Japan, die die Ausbreitung der Strahlung nach der Atomkatastrophe im März 2011 im Kernkraftwerk Fukushima Daiichi zeigt.

Fukushima 15 Jahre später

Der 11. März 2011 versetzte Japan in einen Ausnahmezustand, die Folgen sind bis heute zu spüren. Die dreifache Katastrophe von Erdbeben, Tsunami-Flutwelle und Super-GAU traf das Land bis ins Mark.

mehr erfahren über Fukushima 15 Jahre später
Projektion für den Atomausstieg am Atomkraftwerk Isar 2 bei Nacht

9 Fakten über Atomkraft

Auch wenn immer wieder eine „Renaissance“ herbeigeredet wird: die Fakten sprechen gegen Atomkraft. Denn sie ist und bleibt unsicher, unzuverlässig, gefährlich, dreckig und teuer. Punkt. Aus.

mehr erfahren über 9 Fakten über Atomkraft
Der Erkundungsbereich im Salzstock Gorleben 01/21/2011

Salzstock Gorleben: Zum Endlager erkoren

Ein maroder Salzstock im niedersächsischen Gorleben war jahrzehntelang als Endlageroption für hoch radioaktiven Müll ausersehen. Aus politischen Gründen. Denn fachlich war klar: sicher ist er nicht.

mehr erfahren über Salzstock Gorleben: Zum Endlager erkoren