Skip to main content
Jetzt spenden

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

Das Team mit unserem Atomexperten Heinz Smital war am Donnerstagnachmittag in Slowenien eingetroffen und hatte zunächst mit der Atomaufsichtsbehörde in Ljubljana gesprochen. Smital bezeichnete die Situation danach als vorläufig entspannt.

Dennoch warnte Smital davor, den AKW-Zwischenfall auf die leichte Schulter zu nehmen. Ein Leck im primären Kühlkreislauf sei sehr kritisch. Es geht nicht nur darum, ob radioaktives Wasser austritt. Die Frage ist, ob der Reaktorkern weiter gekühlt werden kann. Unmittelbar nach dem Abschalten ist die Hitze so hoch, dass es zur Kernschmelze kommen kann.

Nach dem Termin im Atomkraftwerk selber geht der Experte davon aus, dass der Störfall derzeit unter Kontrolle sei. Die AKW-Mannschaft sei dabei, das Leck zu reparieren. Allerdings: Dieser Vorfall zeigt erneut, dass Atomreaktoren eine permanente Hochrisikoquelle darstellen. Wir müssen weg vom Atomstrom.

{image}Der Reaktor an der slowenisch-kroatischen Grenze war am Mittwochabend heruntergefahren worden, nachdem Kühlwasser aus dem Primärkreislauf ausgetreten war. Der Zwischenfall hatte über ein Frühwarnsystem Alarm in der gesamten EU ausgelöst. Das System wurde nach dem Super-GAU im ukrainischen AKW Tschernobyl eingeführt. Angeschlossen sind die EU-Länder, Kroatien und die Schweiz.

  • nuclear plant Krsko in Slovenia

    nuclear plant Krsko in Slovenia

    Überspringe die Bildergalerie
  • Greenpeace experts at nuclear plant Krsko in Slovenia

    Greenpeace experts at nuclear plant Krsko in Slovenia

    Überspringe die Bildergalerie
Ende der Gallerie

Mehr zum Thema

Die vier Kühltürme des Atomkraftwerks Mochovce in der Slowakei

Falsches Grün

  • 04.11.2021

Kapern Atomenergie und Gas gerade den Green Deal der EU und machen ihn damit unbrauchbar? Ein geleaktes Paper aus Brüssel legt genau das nahe.

mehr erfahren
Expert:innen in Tschernobyl

Gefährliches Gestern

  • 25.04.2021

Die Katastrophe von Tschernobyl rückt in die Vergangenheit, ihre Folgen verschwinden aber nicht aus der Gegenwart. Sie sind eine Mahnung – auch an Atomkraftbefürworter:innen.

mehr erfahren
Dunkle Wolken über Fukushima

Gefährliche Mythen

  • 13.04.2021

Mit bewussten Fehleinschätzungen wird der Plan gerechtfertigt, Millionen Liter radioaktives Wasser aus Fukushima ins Meer abzulassen. Greenpeace entkräftet diese Halbwahrheiten.

mehr erfahren
Luftbild vom Atomkraftwerk Fukushima

Der ewige Denkzettel

  • 11.03.2021

Die Katastrophe ist nicht vorbei: Auch zehn Jahre nach dem Atomunfall in Fukushima leiden japanische Bürger:innen unter den Folgen – während die Regierung Normalität vorgaukelt.

mehr erfahren
AKW Gundremmingen

Nichts gelernt

  • 03.03.2021

Hat die Nuklearkatastrophe von Fukushima zu mehr Sicherheit in europäischen Atomkraftwerken geführt? Offenbar nicht: Ein aktueller Greenpeace-Bericht belegt die Versäumnisse.

mehr erfahren
Demonstration gegen Castor-Transport in Deutschland

Katastrophal nachgebessert

  • 08.12.2020

Eine Novelle des Atomgesetzes, die berechtigte Klagen unterbände, hätte fatale Auswirkungen – nicht nur für die Anwohnerinnen von Atomanlagen, sondern auch für den Rechtsstaat.

mehr erfahren