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Protest gegen die Atompolitik der CDU 07/11/2005
Daniel Rosenthal / Greenpeace

Explosion in russischem Atomkraftwerk

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Auf dem Gelände eines Atomkraftwerks nahe der russischen Stadt St. Petersburg hat sich in einer Metallhütte eine Explosion ereignet. Bei der Explosion sind drei Arbeiter schwer verletzt worden. Radioaktivität sei bei dem Unfall am Donnerstag aber nicht freigesetzt worden, erklärte ein Sprecher der staatlichen Atombehörde Rosenergoatom.

Die Explosion ereignete sich in einem Schmelzofen der Atomanlage von Sosnowji Bor. Bei der betroffenen Anlage handelt es sich um ein Atomkraftwerk vom Tschernobyl-Typ. Die Metallhütte wird von einem Privatunternehmen namens Ekomet-C betrieben. Für mehr als drei Jahre hatte die Firma illegal Atommüll wiederaufbereitet. Eine gesetzlich vorgeschriebene Umweltverträglichkeitsprüfung erfolgte nie. Sogar der russische Atomminister Rumyantsev wies auf die unzulässigen Tätigkeiten der Firma hin.

Das Management von Ekomet-C hält es nicht für notwendig sich an die russische Gesetzgebung zu halten, sagt Dmitri Artamonov von Greenpeace Russland in St. Petersburg. Bereits vor 18 Monaten reichte Greenpeace Klage beim Gericht in Sosnovy Bor ein, um die illegalen Aktivitäten zu beenden. Der stellvertretende Ankläger gab zwar zu, dass keine entsprechenden Genehmigungen vorlägen, sah aber keine Möglichkeit ein Verfahren einzuleiten.

Darüber hinaus wurden 2002 die Gelder für die ständige Überwachung der Radioaktivität in Sosnowi Bor gestrichen, kritisiert Thomas Breuer, Atomexperte bei Greenpeace. Die Folgen sind, dass es keine unabhängigen Informationen darüber gibt, wie die Situation vor Ort ist. Ein ungutes Gefühl, wenn die Öffentlichkeit ausschließlich auf Informationen des staatlichen Betreibers Rosenergoatom angewiesen ist.

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