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Die französische Wochenzeitung Le Canard enchainé nennt in ihrer aktuellen Ausgabe zwei Gründe für die Verzögerung in Flamanville: einen bereits bekannten und einen noch verheimlichten.

Bekannt ist: Die französische Atomaufsicht ASN hat die Betonierungs- und Armierungsarbeiten im Juni für fast zwei Monate ausgesetzt. Sie wirft dem Energiekonzern EDF zu lasche Kontrollen der durchgeführten Arbeiten vor.

Noch geheim ist: Die Stahlhülle des Reaktors bereitet der Baufirma Bouygues beträchtliche Sorgen. Der Bau schreitet mit dem Tempo einer Schnecke voran, was die Kosten immens in die Höhe treibt.

Damit setzt das Prestigeobjekt der französischen Atomlobby die Pannenserie des EPR im finnischen Olkiluoto fort. Aus dem französischen Greenpeace-Büro hieß es, Olkiluoto sei die Kristallkugel, in der die Franzosen lesen könnten, was sie in Flamanville noch erwartet. In Finnland kriselt der EPR schon seit Baubeginn. Die Kosten explodieren. EPR (European Pressurized Water Reactor) könnte mit Fug und Recht für Europäischer Problemreaktor stehen.

Nach Ansicht des Greenpeace-Atomexperten Thomas Breuer zeigen die jüngsten Entwicklungen, dass die Atomindustrie auch nach rund 60 Jahren keines ihrer Probleme im Griff hat. Wenn schon beim Bau derart gepfuscht wird, was erwartet uns dann erst beim Betrieb dieser gefährlichen Kraftwerke?, fragt er.

Greenpeace geht davon aus, dass es auf dem Energiesektor Wichtigeres zu tun gibt, als Milliarden Euro aus dem Fenster zu werfen: für ein Unterfangen, das extrem unnütz, extrem riskant, noch dazu schlecht beherrscht ist. Und gegen den Klimawandel, das gern genutzte Argument pro AKW-Neubau, hilft Schneckentempo ohnehin nicht.

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