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5. März 2014: Greenpeace-Aktivisten protestieren am belgischen Atomkraftwerk Tihange (Belgien) gegen ueberalterte Atomkraftwerke. Aktivisten protestieren mit Atomfässern und Absperrband, Aufschrift: "The End" ("Das Ende").
Philip Reynaers / Greenpeace

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Die Gefahr geht von Rissen aus, die man bereits im Sommer 2012 entdeckte. Sie durchsetzten vor allem den Reaktordruckbehälter, das Herzstück der Anlage. Die Blöcke wurden daraufhin rund ein Jahr lang stillgelegt. 2013 konnte der Betreiber Electrabel gegen große Kritik, auch von Greenpeace, die Wiederinbetriebnahme durchsetzen.

Im belgischen Nuklearzentrum Mol wurden nun weitere Untersuchungen an Probestücken durchgeführt. Diese Tests haben erneut Sicherheitsbedenken hervorgerufen. Die Reaktoren wurden daher sofort heruntergefahren.

Erst am 5. März hat Greenpeace auf dem Kraftwerksgelände von Tihange gegen das nukleare Risiko der alten Atomraftwerke protestiert. „Die überalterten Atomkraftwerke sind tickende Zeitbomben. Der Weiterbetrieb ist absolut unverantwortlich“, sagt Heinz Smital, Kernphysiker und Greenpeace-Atomexperte. „Die maroden Uralt-Meiler an der Grenze zu Deutschland sollten endgültig stillgelegt werden, bevor es zu einem schweren Unfall mit Auswirkungen für ganz Europa kommt.“

Der jetzige Vorfall zeigt auch, dass die Atomaufsicht sehr leichtfertig mit einer Wiederanfahr-Erlaubnis für die rissigen Atomreaktoren umgegangen ist. Sie erlaubte 2013 das Hochfahren, ohne den Zustand des Reaktordruckbehälters genauer zu kennen.

„Es ist wichtig, europaweit einen festen Ausstiegsfahrplan aus der Atomenergie zu vereinbaren und umzusetzen, weil die älteren Atomkraftwerke eine zunehmende Gefahr für ganz Europa darstellen“, so Smital.

Neben dem Ausstiegsfahrplan braucht es verbindliche Ziele zum Ausbau von Erneuerbaren Energien und Energieeffizienz, um wegfallende Kapazitäten zu ersetzen. 

  • 5. März 2014: Greenpeace-Aktivisten protestieren europaweit gegen die Risiken durch alte AKW, hier beim belgischen AKW Tihange

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