Jetzt spenden
Feuer im AKW Krümmel
Martin Langer/Greenpeace

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

Das Bild, zu dem sich die Schadensmeldungen aus Krümmel und Brunsbüttel zusammenfügen, ist katastrophal. Ganz offensichtlich geht es nicht um Einzelerscheinungen, sondern um Grundsätzliches. Es geht um eine allzu laxe Einstellung zur Hochrisikotechnologie Atomkraft, es geht um Vattenfall selber, sagt Greenpeace-Atomexperte Heinz Smital. Auch in Schweden musste ein AKW des Energiekonzerns schon wieder heruntergefahren werden.

Block 3 des größten schwedischen Atomkraftwerks Ringhals wurde am 20. August nach einem Brandalarm an einem Generator vom Netz genommen werden. Nur Stunden nach der Schnellabschaltung fuhren sie den Reaktor wieder hoch - auf halbe Leistung. Zwei Tage später ging er wieder vom Netz: Man konnte nicht ausschließen, dass der gleiche Fehler auch am zweiten Generator auftreten würde.

Weitere zwei Tage später wird bekannt, dass die Schäden an Block 3 größer sind als von Vattenfall zunächst zugegeben. Nach jetzigem Stand wird die Reparatur etwa zwei Monate dauern.

Wann Krümmel und Brunsbüttel wieder ans Netz gehen, ist nach wie vor unklar. Greenpeace fordert die endgültige Stilllegung der beiden Pannenmeiler und einen schnelleren Ausstieg aus der Atomkraft als von der Bundesregierung geplant.

Online-Mitmachaktion

https://act.greenpeace.de/warmewende-jetzt

Wärmewende jetzt!

Die Bundesregierung will die Wärmewende ausbremsen - doch das wäre fatal und würde neue Unsicherheiten schaffen. Wir fordern: keine Abschwächung des Gesetzes, faire Förderung und Schutz für Mieter:innen!

Petition unterzeichnen
0%
vom Ziel erreicht
0
haben mitgemacht
0%
Thermography of Wasted Heat in Germany

Mehr zum Thema

In einem Kindergarten liegen die Spielsachen so, wie sie nach der Katastrophe zurückgelassen wurden. Die Gasmaske eines Kindes neben einer Puppe ist nur ein weiteres grausames Paradoxon: Eine Woche vor dem Atomunfall wurden die Kinder darin geschult, die Sicherheitsausrüstung gegen die atomare Gefahr zu benutzen. Doch am Tag des Unfalls wurde auf Anweisung der Parteiführung keine einzige Gasmaske benutzt.

Tschornobyl

1986 ereignete sich in Tschornobyl eine Katastrophe: Das Atomkraftwerk explodierte, eine radioaktive Wolke verseuchte die Region und zog über Europa. Am 26. April jährt sich der Super-GAU zum 40. Mal.

mehr erfahren über Tschornobyl
Tschornobyl Tour zum 30. Jahrestag

Der Sarkophag in Tschornobyl

Seit 2016 schützte ein neuer, teurer Sarkophag die Umwelt vor des Strahlen Tschornobyls. 2025 beschädigte ihn ein russischer Drohnenangriff schwer. Ein neuer Report zeigt: er ist jetzt undicht.

mehr erfahren über Der Sarkophag in Tschornobyl
Projektion zum Atomausstieg am AKW Isar 2

Zwei Jahre ohne Atomkraft

Atomkraft ist nicht nur riskant, sondern auch keine Lösung für die Energiekrise. Am 15. April 2023 wurden die deutschen Atomkraftwerke darum endgültig abgeschaltet. Und das ist gut so!

mehr erfahren über Zwei Jahre ohne Atomkraft
Karte der Region Fukushima in Japan, die die Ausbreitung der Strahlung nach der Atomkatastrophe im März 2011 im Kernkraftwerk Fukushima Daiichi zeigt.

Fukushima 15 Jahre später

Der 11. März 2011 versetzte Japan in einen Ausnahmezustand, die Folgen sind bis heute zu spüren. Die dreifache Katastrophe von Erdbeben, Tsunami-Flutwelle und Super-GAU traf das Land bis ins Mark.

mehr erfahren über Fukushima 15 Jahre später
Projektion für den Atomausstieg am Atomkraftwerk Isar 2 bei Nacht

9 Fakten über Atomkraft

Auch wenn immer wieder eine „Renaissance“ herbeigeredet wird: die Fakten sprechen gegen Atomkraft. Denn sie ist und bleibt unsicher, unzuverlässig, gefährlich, dreckig und teuer. Punkt. Aus.

mehr erfahren über 9 Fakten über Atomkraft
Der Erkundungsbereich im Salzstock Gorleben 01/21/2011

Salzstock Gorleben: Zum Endlager erkoren

Ein maroder Salzstock im niedersächsischen Gorleben war jahrzehntelang als Endlageroption für hoch radioaktiven Müll ausersehen. Aus politischen Gründen. Denn fachlich war klar: sicher ist er nicht.

mehr erfahren über Salzstock Gorleben: Zum Endlager erkoren