Jetzt spenden

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

Die Entscheidung für oder gegen einen Krieg rückt immer näher. Am Freitag haben die beiden Chefinspekteure dem Sicherheitsrat der Vereinten Nationen in New York ihren Bericht vorgelegt. Es wird erwartet, dass die US-Regierung weiterhin auf einem Krieg im Irak besteht. Am Samstag, dem 15. Februar 2003 finden weltweit in 50 Ländern Demonstrationen gegen diesen Krieg statt. Zentraler Demonstrationsort in Deutschland wird Berlin sein. Auch Greenpeace wird sich überall auf der Welt an den Anti-Kriegs-Kundgebungen beteiligen.

Krieg ist kein Mittel zur Lösung von Konflikten, sagt Wolfgang Lohbeck von Greenpeace Deutschland. Krieg und Gewalt widersprechen dem Selbstverständnis aller, die sich wie Greenpeace der Überwindung von Gewalt verpflichtet fühlen. Wir fordern alle Menschen auf, sich an diesen Demonstrationen zu beteiligen und ihre Ablehnung von Gewalt als politischem Mittel zum Ausdruck zu bringen.

Nach dem letzten Golfkrieg 1991 hat Greenpeace die verheerenden Umweltschäden vor Ort dokumentiert. Über eine Million Tonnen Öl flossen ins Meer. Giftiger Niederschlag und Ölruß von siebenhundert Ölbränden verseuchten Menschen und Umwelt. Die Drosselung von Flusswasser wurde gezielt als Umweltwaffe eingesetzt.

Ein neuer Krieg wird neues Leid für die ohnehin schon schwer gezeichnete irakische Bevölkerung mit sich bringen. Die verhängnisvolle Sanktionspolitik mit ihrer gezielten Zerstörung ziviler Infrastruktur hat Hunderttausende, zum großen Teil Kinder, das Leben gekostet. Es ist damit zu rechnen, dass neben der Bevölkerung der Region auch die Umwelt wieder einen hohen Preis zahlen muss.

Die Charta der Vereinten Nationen legt den Staaten als oberstes Gebot ein absolutes Gewaltverbot auf, sagt Lohbeck. Einzige Ausnahme sind die Selbstverteidigung und der - vom Sicherheitsrat zu entscheidende - Einsatz von Gewalt als letztes Mittel. Ein Angriffskrieg wie im Falle des Irak bedeutet einen fundamentalen Bruch des Völkerrechts und einen Rückfall in die Anarchie der Staatenwelt.

Alles, was bewegt

Immer auf dem Laufenden bleiben mit unserem Newsletter. Wir informieren über Kampagnen, Mitmachmöglichkeiten und spannende Events und freuen uns, wenn Sie dabei sind!

Newsletter abonnieren

Mehr zum Thema

Greenpeace Youth Protests against Conscription with "Bundeswehr" Boots in Berlin

Warum Wehrpflicht nicht sinnvoll ist

Zwang zum Dienst an der Waffe schafft keine Sicherheit – er zerstört Vertrauen und raubt jungen Menschen ihre Freiheit. Jetzt gibt es eine Einigung zum Gesetzesvorschlag.

mehr erfahren über Warum Wehrpflicht nicht sinnvoll ist
Activists with NO WAR Message at White House in Washington DC

Krieg und Umweltschäden: Iran, Ukraine und kein Ende

Schwarzer Rauch, brennende Energieanlagen und Ölteppiche in der Straße von Hormus – der Krieg im Iran trifft auch die Umwelt. Ähnliches gilt auch für die Ukraine und andere Kriege.

mehr erfahren über Krieg und Umweltschäden: Iran, Ukraine und kein Ende
Tornado-Kampfjet

Braucht Deutschland eigene Atomwaffen?

Angesichts der unsicheren Weltlage mehren sich Forderungen, Deutschland solle über die nukleare Teilhabe hinaus eigene Atomwaffen haben. Doch nukleare Eigenständigkeit schafft keine Sicherheit!

mehr erfahren über Braucht Deutschland eigene Atomwaffen?
Panzer im Einsatz

NATO-5-Prozent-Ziel: Sackgasse

Eine neue Greenpeace-Studie zeigt: Eine defensive Strategie im Baltikum wäre nicht nur effektiver und risikoärmer, sondern würde auch dringend benötigte Mittel für den Klimaschutz freisetzen.

mehr erfahren über NATO-5-Prozent-Ziel: Sackgasse
Peace Protest in Buechel

Ostermärsche: den Frieden in die eigenen Hände nehmen

Für den Frieden auf die Straße gehen, das machen Menschen seit über 60 Jahren. Nicht nur zu Kriegszeiten. Doch im Moment sind die Ostermärsche wichtiger denn je.

mehr erfahren über Ostermärsche: den Frieden in die eigenen Hände nehmen
Portrait of Martin Kaiser

Iran: Für Frieden und Freiheit - und Völkerrecht!

Bomben bringen weder Demokratie noch Frieden. Greenpeace-Geschäftsführer Martin Kaiser solidarisiert sich mit der Zivilbevölkerung im Iran und mahnt: Deutschland darf Rechtsbrüche nicht legitimieren.

mehr erfahren über Iran: Für Frieden und Freiheit - und Völkerrecht!