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Parkins war Anfang Juni mit einem sechs Monate gültigen Visum in Australien eingereist, um dort Workshops abzuhalten. Unter anderem wollte er über Unternehmen referieren, die vom Irak-Krieg profitieren. Die australische Regierung, die selbst Truppen im Irak stationiert hat, ließ dem Friedensaktivisten am 10. September das Visum entziehen und ihn in Abschiebehaft nehmen.

Fünf Tage saß Parkins im Melbourne Custody Centre in Einzelhaft und musste für jeden Tag, den er dort zwangsweise verbrachte, umgerechnet 80 Euro zahlen. Nach Auskunft von Greenpeace Australien soll er überdies die Tickets der beiden Offiziere zahlen, die während des Flugs zu seiner Bewachung abkommandiert sind.

Der 36-jährige Lehrer ist auch jetzt noch fassungslos über das, was ihm widerfahren ist. Er sieht sich in der Tradition von Mahatma Ghandi und Martin Luther King. Greenpeacern, die ihn am Mittwoch im Gefängnis besuchten, gab er eine Nachricht für seine Familie, allen Freunden und Unterstützern mit: Er bedankte sich für die überwältigende Hilfe und distanzierte sich noch einmal ausdrücklich von jeglicher Gewalt.

Er glaube nicht, dass Gewalt irgendeinen politischen Vorteil erbringen könne, sagte Parkins. Er glaube im Gegenteil, dass Gewalt einem positiven politischen Engagement abträglich sei. Und: Ich hoffe, dass australischen Besuchern der USA erlaubt ist, ihrer Kritik an Regierung und Unternehmenspolitik Ausdruck zu verleihen, ohne eine Verhaftung fürchten zu müssen. Und dass sie ungehindert an friedlichen Protesten teilnehmen dürfen.

Die US-Botschaft wollte sich nicht dazu äußern, was Parkins erwartet, wenn er auf heimischem Boden landet. Möglicherweise wird er dort ebenfalls als Sicherheitsrisiko empfangen.

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