Jetzt spenden

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

Im nahe Cádiz gelegenen Rota demonstrierten Greenpeace-Aktivisten vor einem Militärstützpunkt der USA. Von dort sandten die Amerikaner 2003 Kriegslieferungen in den Irak. Nachdem sich die Militärpolizei sich gewaltsam Zugang zur Rainbow Warrior verschafft hatte, nahm sie fünf Aktivisten verschiedener Nationalitäten fest.

Dabei ging die Polizei äußerst brutal vor und mehrere Greenpeacer wurden verletzt. Auch die Rainbow Warrior wurde beschädigt und anschließend nach Cádiz geschleppt und festgesetzt.

Die Internet-Redakteurin Tracy an Bord der Rainbow Warrior beschrieb die Situation damals so: Es war eine brutale Szene, die ich nicht so schnell vergessen werde. Schließlich haben wir hier wegen Tausender unschuldiger Menschen, die verletzt und ermordet werden, protestiert.

Nach zwölf Stunden in Haft konnten die Greenpeacer wieder gehen. Aber es wurde Anklage wegen Widerstands gegen die Festnahme, Ungehorsam und Sachbeschädigung erhoben.

Für ihren vollständig friedlichen Protest drohen Lawrence Martin (Nordamerika), María Teresa Ambrós (Spanien), Daniel Rizzotti (Argentinien), Carlos Bravo (Spanien) und Phillip Lloyd (Neuseeland) nun insgesamt zwölf Jahre Haft. Das Strafmaß ist vergleichbar mit dem für versuchten Mord.

Während des Krieges herrschte eine Atmosphäre eingeschränkter Bürgerrechte. Ebenso wurde das Recht auf freie Meinungsäußerung und friedlichen Protest eingeschränkt. Diese Unverhältnismäßigkeit während des Irakkrieges zeigt sich nun auch in der strafrechtlichen Verfolgung zivilen Ungehorsams.

Auch in anderen Ländern, darunter Großbritannien, die Niederlande, Chile und Frankreich wurden Greenpeace-Aktivisten bei Protesten gegen den Irakkrieg festgenommen. Doch nirgends waren die Strafen so hoch und die Behandlung so brutal wie in Spanien.

Am Sonntag haben viele Menschen in verschiedenen Städten Spaniens ihre Solidarität mit den Greenpeace-Aktivisten bekundet. Mit zugebundenem Mund hielten sie Schilder hoch: Yo también dije NO a la guerra - Auch ich sage NEIN zum Krieg.

Alles, was bewegt

Immer auf dem Laufenden bleiben mit unserem Newsletter. Wir informieren über Kampagnen, Mitmachmöglichkeiten und spannende Events und freuen uns, wenn Sie dabei sind!

Newsletter abonnieren

Mehr zum Thema

Demonstration against Right-Wing Extremism in Berlin

10 Tipps zum Schutz der Demokratie

Unsere Demokratie ist bedroht. Zugleich stehen überall Menschen auf, um sie zu verteidigen. 10 Tipps, was jede:r Einzelne für mehr Menschlichkeit und Miteinander und gegen Hass und Hetze tun kann.

mehr erfahren über 10 Tipps zum Schutz der Demokratie
Martin Kaiser mit Regenbogen

Wie weiter nach der Wahl in Sachsen-Anhalt?

Fast jede zweite Stimme in Sachsen-Anhalt ging an eine gesichert rechtsextreme Partei. Greenpeace-Chef Martin Kaiser ist, wie wir alle, schockiert. Warum wir jetzt erst recht weitermachen.

mehr erfahren über Wie weiter nach der Wahl in Sachsen-Anhalt?
Greenpece-Aktiver Henry Schubert vor Greenpeace-Banner

„Die Gemeinschaft gibt mir viel Kraft“

Henry Schubert ist seit 2010 für Greenpeace aktiv. In Magdeburg kommt er dabei mit den Menschen in Kontakt. Ein Gespräch über Engagement in hitzigen Zeiten.

mehr erfahren über „Die Gemeinschaft gibt mir viel Kraft“
Schiffe in der Straße von Hormus

Die wahren Kosten des Kriegs im Iran

Während Öl- und Gaskonzerne Rekordgewinne einstreichen, zahlen andere die Rechnung: mit ihrem Zuhause, ihrer Gesundheit, ihrem Trinkwasser und ihrem Leben.

mehr erfahren über Die wahren Kosten des Kriegs im Iran
Gaza: Ceasefire Now - Action in Madrid

Greenpeace zum Nahostkonflikt

Der Nahostkonflikt bringt unendliches Leid. Greenpeace versucht, Menschlichkeit und Umwelt im Fokus zu behalten. Hier finden Sie unsere Position zum Krieg in Nahost.

mehr erfahren über Greenpeace zum Nahostkonflikt
Italian Tornado at Steadfast Noon Maneuver in Noervenich

Kräftevergleich Nato gegen Russland

Neue Greenpeace-Studie: Die europäischen Nato-Staaten sind Russland auch ohne die USA in wesentlichen militärischen Kategorien überlegen. Aber sie verzetteln sie sich in Kleinstaaterei.

mehr erfahren über Kräftevergleich Nato gegen Russland