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Ein Greenpeace-Strahlenforschungsteam untersuchte drei Wochen lang die Gemeinden rund um die Nuklearforschungsanlage Tuwaitha (18 km von Bagdad entfernt).
© Greenpeace / Philip Reynaers

Protest gegen den Irak Krieg in Southampton

Britische Marine kapert Rainbow Warrior II

Am Morgen des 27.02.2003 warf das Greenpeace-Flaggschiff Rainbow Warrior II in Marchwood, Southampton, den Anker und blockierte die Einfahrt zum militärischen Versorgungshafen. Gleichzeitig kletterten zwei Greenpeace-Aktivist:innen an Bord eines militärischen Versorgungsschiffes.

Die Greenpeace-Aktionen im Militärhafen von Southampton sind Teil einer weltweiten Kampagne gegen den drohenden Irak-Krieg. Greenpeace setzt sich schon seit mehr als 30 Jahren gegen Massenvernichtungswaffen ein. Der einzige gefahrlose Weg, die von ihnen ausgehende Bedrohung aus der Welt zu schaffen, liegt im Abrüsten all der Staaten, die darüber verfügen. Dazu zählen auch die USA und Großbritannien.

Greenpeace versucht derzeit das Augenmerk auf die britischen Kriegsmaschinerie zu lenken. Zuvor hatte der High Court in London eine vorläufige Verfügung erlassen, mit der Greenpeace verboten wurde, Schiffe im Dienste des Verteidigungsministeriums zu erklettern oder zu berühren. Dennoch konnte das Greenpeace-Flaggschiff im Hafen von Southampton bleiben. Das Oberste Gericht gab der Forderung des Verteidigungsministers Geoff Hoon nicht statt, der einen Verweis für die Rainbow Warrior forderte.

So wählte die Rainbow Warrior einen Ankerplatz direkt vor dem Transportschiff Dart VIII gewählt, das seinen Liegeplatz nicht mehr verlassen konnte. Die Dart war mit Helikoptern, Panzern und Jeeps beladen worden, die sie in den Persischen Golf transportieren soll. Am Kai bildeten die Fahrzeuge für weitere Transportschiffe mittlerweile lange Warteschlangen.

Am Nachmittag kam es zu einer Rangelei mit einem Schiff der Sicherheitskräfte, der Hafenmeister erklärte daraufhin den friedlichen Protest der ordnete das Verteidigungsministerium an, dass die Rainbow Warrior aus dem Hafen verbannt werde. Die Crew an Bord folgte der Anordnung jedoch nicht, mit der Konsequenz, dass die Polizeikräfte das Schiff enterten und wegschleppen ließen.

Dazu Greenpeace-Kampaigner Willam Peden: „Wir werden unsere Opposition gegen diesen nutzlosen Krieg fortsetzen“, kündigte Peden an, „dieser Krieg wird Tausenden das Leben kosten und wird es nicht schaffen, die Gefahr von Massenvernichtungswaffen zu beseitigen. Das Verteidigungsministerium missbraucht seine Macht. Wir glauben, die Regierung handelt außerhalb der Rechtmäßigkeit. Sie verlässt den Weg, den die Gesetze vorgeben. Offenbar reicht es ihr nicht, Internationales Recht zu brechen, indem sie den illegalen Krieg im Irak vorbereitet, sondern sie respektiert nicht einmal die britischen Gerichte.“

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