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carrier Clemenceau
Greenpeace/Photographer

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Von zentraler Bedeutung sind Dokumente, die die Firma Technopure dem indischen Obersten Gerichtshof bei einer Anhörung am 20. Januar übergeben hatte. Den Dokumenten zufolge enthält die Clemenceau noch zwischen 500 und 1000 Tonnen Asbest. Technopure war an der unvollständigen Asbestentfernung beteiligt, die die französische Regierung in Auftrag gegeben hatte.

Die Angaben der französische Regierung, die den Asebestgehalt auf 45 Tonnen beziffert, bezweifelt der Wissenschaftler Paul Röder. Er hat Technopures Dokumente genauer untersucht und bestätigt die darin enthaltenen Zahlen. Außerdem äußert Röder den Verdacht, dass die Arbeiten an Bord des Schiffes nicht den französischen Normen und Richtlinien entsprechend durchgeführt worden sind.

Björn Arge Andersson, weltweit anerkannter Experte auf dem Gebiet des Schiffsbaus und -recyclings, hat eine Simulation des Giftstoff-Inventars auf der Clemenceau durchgeführt. Als Grundlage für die Simulation dienten ihm die Technopure-Dokumente und die Daten vergleichbarer Schiffe. Seine Schlussfolgerung: mindestens 760 Tonnen Asbest sind noch auf der Clemenceau, außerdem noch zwischen 165 und 330 Tonnen andere giftige Substanzen.

Die Ergebnisse sprechen eine klare Sprache: Die beiden Experten gehen von 500 bis 1000 Tonnen Asbest aus. Das ist das 10- bis 20-Fache der vom Staat veröffentlichten Menge. Das heißt, wir haben es entweder mit Inkompetenz oder mit Lügen zu tun. Jetzt ist auch klar, warum das Verteidigungsministerium jegliche unabhängige Untersuchung so kategorisch abgeblockt hat sagt Yannick Jadot, Kampagnendirektor von GP Frankreich.

Es bildet sich unterdessen eine immer stäker werdende Front gegen die Einfahrt des Schiffes in Alang. Am Donnerstag hat die EU-Kommission angekündet, sich des Falles anzunehmen. Sollte sich herausstellen, dass bei der Verschrottung möglicherweise gefährliche Abfallstoffe anfallen, könnte dem Schiff eine Einfahrt in Indien verboten werden. Indische Gewerkschaften planen Proteste anlässlich des Indien-Besuchs des französischen Präsidenten Chirac im Februar.

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