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Kanadische Urwälder aus der Luft
© Markus Mauthe / Greenpeace

Waldschutz und Menschenrechte siegen über Profitdenken

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

Zeit zum Anstoßen. Greenpeace gratuliert dem Volk der Grassy Narrows im Süden Kanadas. Den Grassy Narrows ist es nach fast zehnjährigem Kampf gelungen, den Holz- und Papierkonzern AbitibiBowater zum Einlenken zu bewegen:  Im Whiskey Jack Forest soll nicht mehr eingeschlagen werden.

Der Whiskey Jack Forest liegt nahe bei Kenora, im kanadischen Bundesstaat Ontario. Das Gebiet umfasst rund eine Million Hektar Waldland. Es ist die traditionelle Heimat der Grassy Narrows-Indianer.

Unter anderem in diesem Gebiet betreibt der kanadische Großkonzern AbitibiBowater, ein Zusammenschluss aus Abitibi Consolidated und Bowater, seit vielen Jahren massiven industriellen Kahlschlag. Er missachtet Land- und Menschenrechte. Er zerstört mit dem Wald die Existenzgrundlage der dort ansässigen indigenen Gemeinden.

Damit soll jetzt Schluss sein. Das Unternehmen will nicht nur den Einschlag beenden. Es will generell kein Holz aus dem Whiskey Jack Forest mehr für seine Papiermühle in Fort Frances nutzen oder kaufen.

Für den Sieg haben die Grassy Narrows jahrelang gekämpft. Sie sind vor Gericht gegangen, haben fünf Jahre lang eine Holzfällerstraße friedlich blockiert. Greenpeace und andere Organisationen haben geholfen, um die Öffentlichkeit auf den Fall aufmerksam zu machen.

Richard Brooks, Koordinator der Greenpeace-Waldkampagne in Kanada, gratulierte dem Konzern AbitibiBowater zu seiner Entscheidung: Das ist ein mutiger Schritt und zeigt, wie wichtig der Schutz der borealen Wälder für die Welt ist. Es zollt auch dem inspirierten Kampf der Grassy Narrows Anerkennung. Wir hoffen auf weitere solche Entscheidungen.

Der Sieg im Whiskey Jack Forest ist ein lokal begrenzter Sieg, aber ein großes Signal auch für andere indigene Gemeinden. Im riesigen Land der Seen und Wälder geht der Einsatz für Waldschutz und Menschenrechte weiter.

Abitibi und Bowater plündern seit Jahren die borealen kanadischen Wälder. Allein auf Abitibis Konto gehen fast 17 Millionen Hektar Waldkonzessionen, vor allem in den Provinzen Ontario und Quebec. Der Wald verschwindet für billiges Bauholz und für Zeitungen, Bücher, Kataloge, Hochglanzmagazine, Werbeprospekte.

Greenpeace fordert den jetzt fusionierten Konzern AbitibiBowater auf, seine zerstörerischen Aktivitäten auch in den anderen Gebieten Kanadas einzustellen. Für die Menschen, den Artenschutz und das Klima.

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