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Stuttgarter Greenpeace-Aktivisten protestieren gegen das klima- und umweltschädliche Palmöl-Projekt. 08/21/2010
Joachim Röttgers / Greenpeace

Aktivisten protestieren gegen umweltschädliches Projekt mit Palmöl-Diesel

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

Gegen den Einsatz von Palmöl in vier Stuttgarter Linienbussen machen am Samstag Greenpeace-Aktivisten auf dem Stuttgarter Schlossplatz mobil. Der Grund: In Indonesien wird für den wachsenden Bedarf an Palmöl in jeder Minute eine Urwaldfläche so groß wie fünf Fußballfelder für Plantagen zerstört. Dabei wird die Heimat von bedrohten Arten wie dem Orang-Utan vernichtet. 

Dramatisch für das globale Klima ist die Vernichtung der Torfwälder, deren meterdicke Torfböden große Mengen an Kohlenstoff speichern. Wenn die Wälder gerodet sind, beschleunigt das dadurch freigesetzte CO2 den Klimawandel.

Das Stuttgarter Pilotprojekt mit Palmöl-Diesel läuft seit 2008 und könnte in Deutschland die Tür für ähnlich umweltschädliche Versuche öffnen. Deshalb informieren die Greenpeace-Aktivisten nahe der Haltestelle Schlossplatz mit einem Infostand und sammeln Unterschriften gegen die Verwendung von Palmöl-Diesel. Zusätzlich werden Greenpeace-Aktivisten mit einem Banner tragenden Auto einen Bus der Linie 42 verfolgen und damit auf die Problematik von Palmöl-Diesel hinweisen.

Palmöl gehört nicht in den Tank! Die Heimat des Orang-Utans darf nicht in Stuttgarter Linienbussen verheizt werden, sagt Winfried Urner, Artenschutz-Experte von Greenpeace Stuttgart. Greenpeace fordert erneut den sofortigen Stopp des Stuttgarter Pilotprojektes mit Palmöl-Diesel. Nur so lassen sich Folgeprojekte in anderen Städten verhindern. Das Pilotprojekt soll in Stuttgart bis 2011 fortgeführt werden, um Erkenntnisse zur Verträglichkeit von Palmöl in Motoren zu sammeln.

Der Palmöl-Diesel für das Stuttgarter Pilotprojekt stammt aus der Raffinerie des finnischen Mineralölkonzerns Neste Oil. 2012 wird Neste Oil mit einem Bedarf von 2,5 Millionen Tonnen der weltweit größte Abnehmer von Palmöl sein. Dieser riesige Bedarf kann nur durch das Anlegen neuer Palmöl-Plantagen gedeckt werden. Neue Plantagen werden in Indonesien und Malaysia hauptsächlich in Urwäldern angelegt. Momentan gibt es in Indonesien rund sieben Millionen Hektar Ölpalmplantagen. Die indonesische Regierung plant vier Millionen Hektar neue Flächen allein für Biosprit.

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