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Greenpeace Aktive befestigen ein Banner an einer Stora Enso Fabrik
© Greenpeace / Koen Verheijden

Stora Enso – ein Schritt in die richtige Richtung

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

Stora Enso bewegt sich. Der Papierhersteller hat sich vorerst gegen weiteren Einschlag in den finnisch-lappländischen Urwaldgebieten ausgesprochen. Er empfiehlt dem staatlichen finnischen Forstamt, zunächst eine ausführliche ökologische Untersuchung durchzuführen. Damit reagiert der Konzern positiv auf den Greenpeace-Protest vom Donnerstag. 

Das finnische Forstamt hat seit Dezember 2006 in diversen Urwaldgebieten Lapplands Holz gefällt und an Stora-Enso-Werke in Nordfinnland geliefert. Greenpeace-Aktivisten hatten deshalb vor der Papierfabrik im nordfinnischen Kemi protestiert. Sie forderten Stora Enso auf, für die Papierherstellung kein Holz aus Urwaldzerstörung mehr zu verwenden.

Die empfohlene Analyse des ökologischen Werts der letzten verbliebenen Urwälder muss allerdings von unabhängigen Institutionen durchgeführt werden. Das Forstamt selber hat in der Vergangenheit immer behauptet, nachhaltig zu wirtschaften. Währenddessen schwanden die letzten Urwälder unter den Kettensägen dahin.

Es besteht kein Zweifel daran, dass die von Greenpeace kartierten Urwälder in Nordlappland von sehr hohem ökologischen Wert sind. Sie gehören zu jenen Gebieten, die zuallererst geschützt werden müssen. Erst im Februar hatten führende finnische Wissenschaftler die Regierung in Helsinki aufgefordert, den Einschlag in den verbliebenen Urwäldern und anderen wertvollen Wäldern zu beenden.

Die Experten schlugen eine umfassende Studie vor, die den Wert der Wälder auch im Hinblick auf ein sich änderndes Klima untersucht. Diese Untersuchung muss auch die besonders schützenswerten Wälder im Gebiet der Sami im hohen Norden Finnlands berücksichtigen.

Greenpeace fordert die finnische Regierung auf, jetzt eine unabhängige Untersuchung in Auftrag zu geben. Ziel muss sein, den Schutz der wertvollen Wälder zu erhöhen. Vom Zellstoff- und Papierhersteller Botnia/M-real fordern wir, dass er dem Beispiel Stora Ensos folgt. Holz aus Urwäldzerstörung darf keine Abnehmer mehr finden.

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