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Der Kalevalski-Nationalpark wird das dritte große Urwaldschutzgebiet in Karelien. Greenpeace hat sich seit acht Jahren für den Schutz der Waldregion eingesetzt.

Die Einrichtung des neuen Nationalparks ist ein Riesenerfolg für die Umweltbewegung in Russland. Es zeigt, wie lohnend das langfristige Engagement für den russischen Urwald ist. Jetzt muss die russische Regierung den Entschluss für den Nationalpark schnell umsetzen.

Bis 1996 bezogen die finnischen Papierkonzerne Enso (heute Stora Enso) und UPM Kymmene Rohholz aus dem Kalevalski-Urwald, das in Finnland zu Zellstoff und Papier auch für den deutschen Markt verarbeitet wurde.

Nach einer Greenpeace-Kampagne zum Schutz der Urwälder Kareliens beendeten Enso und UPM Kymmene den Holzeinschlag und unterzeichneten ein Einschlags-Moratorium für die Urwälder an der Grenze. Gemeinsam mit anderen Umweltschutzgruppen schlug Greenpeace daraufhin die Einrichtung des Nationalparks auf einer Fläche von 96.000 Hektar vor.

Am 5. August 2002 beschloss die Regierung Kareliens die Einrichtung des Nationalparks auf einer Fläche von 74.400 Hektar. Diese Fläche - sie entspricht der dreifachen Größe des Nationalparks Bayerischer Wald - umschließt die wichtigsten Gebiete des Urwalds.

Das Gebiet des geplanten Kalevalski-Nationalparks ist für den Erhalt der Artenvielfalt im Norden Europas sehr wichtig: Arten, denen andere europäische Länder keinen Lebensraum mehr bieten, finden dort ein Rückzugsgebiet: Große Tiere wie Braunbären, Wölfe und Luchse zählen dazu, aber auch kleinere Tiere wie Flughörnchen, Dreizehenspecht und Uhu benötigen unberührte Baumbestände. Mit seinen vorgeschlagenen 74.400 Hektar wird der Nationalpark neben den Schutzgebieten des Paanaiarvi Nationalparkes und des Kostomukscha Schutzgebietes der dritte große Urwald in Karelien, aus dem die Motorsägen für immer verbannt würden.

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