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Januar 2012: Zum Start der Grünen Woche fordern der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), NABU, Forum Umwelt und Entwicklung und Greenpeace einen sofortigen Einschlagstopp für alte Laubwälder in öffentlichem Besitz. Zehn Prozent des öffentlichen Waldes sollen auf zusammenhängenden Flächen aus der forstlichen Nutzung genommen und rechtlich verbindlich als Urwälder von morgen ausgewiesen werden.

Mai 2012: Der Bund Naturschutz in Bayern (BN) kritisiert die Bayerische Staatsregierung, weil sie „die Umsetzung der Nationalen Biodiversitätsstrategie der Bunderregierung für einen besseren Waldschutz boykottiert“. Der BN fordert zudem die Ausweisung eines Nationalparks Steigerwald.

Mai 2012: Wie in einem Eckpunktepapier von Greenpeace angeregt, sollen zukünftig nur noch naturferne, von Nadelholz dominierte Waldbestände und auf Kalamitätsflächen auch Eichen naturfern verjüngt werden. Der bayerische Forstminister Brunner verhängt zudem ein Moratorium für die Pflanzung von Douglasien im Natura2000-Gebiet.

Auch die Grünen forderten Transparenz statt Polemik beim Naturschutz im Wald. Auf Anfrage von Christian Magerl (Grüne) beim Staatministerium für Forsten wurden bislang geheim gehaltene Daten zu Staatsforsten veröffentlicht.

Juni 2012: Das Umweltgutachten des Sachverständigenrats für Umweltfragen (SRU) empfiehlt unter anderem die Umsetzung der Nationalen Biodiversitätsstrategie - also den Schutz von zehn Prozent der öffentlichen Wälder -, eine wirklich naturnahe Waldbewirtschaftung mit anspruchsvoller Zertifizierung und als Klimaschutzmaßnahme einen stärkeren Vorratsaufbau im Wald. http://www.umweltrat.de/SharedDocs/Downloads/DE/01_Umweltgutachten/2012…

Juni 2012: Die Bayerischen Staatsforsten (BaySF) verkünden, die Holznutzung in den Klasse 1-Wäldern einzustellen. Das heißt konkret: Die ältesten Laubwälder Bayerns sind ab jetzt vor der Säge und anderen Eingriffsmaßnahmen geschützt und bekommen die Chance, sich zu Urwäldern von morgen zu entwickeln.

Greenpeace fragte bei den Bundesländern nach, wie es um den Zustand und den Schutz der alten Buchen- und Laubwälder in öffentlichem Besitz bestellt ist. Diese Anfragen, bei der sich Greenpeace auf das Umweltinformationsgesetz (UIG) beruft, hatten in den meisten Bundesländern bereits umfangreiche und aussagekräftige Datenlieferungen zur Folge: Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen, Thüringen, Baden-Württemberg, Sachsen, das Saarland Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg schafften Transparenz im Wald.

November 2012: Landtagsabgeordnete der Grünen (MdL Christian Meyer) und der Linken (MdL Marianne König) und unterstützen die Forderungen von Greenpeace und anderen Umweltverbänden. Sie fordern ebenfalls, dass der Beschluss der Bundesregierung, bis 2020 zehn Prozent der öffentlichen Waldflächen aus der forstlichen Nutzung zu nehmen, auch in Niedersachsen umgesetzt wird.

Januar 2013: Das NABU-Konzept zur natürlichen Waldentwicklung fordert ebenfalls „mehr gut vernetzte Wildnisgebiete, (…) insbesondere Wälder mit einer natürlichen Entwicklung, die künftig Bestandteil einer jeden multifunktionalen Forstwirtschaft sein müssen“.

Januar 2013: Klage mit Erfolg: Die Landesforsten müssen BUND an Planungen bei den Erhaltungs- und Entwicklungsplänen für FFH-Gebiete im Deister (Niedersachsen) beteiligen

Nicht nur uns und viele Bürgerinnen und Bürger interessierte der Umgang mit den alten Wäldern und die mangelnde Datentransparenz seitens Landesforsten und Landesregierung. Auch die Oppositionsparteien SPD und Grüne in Bayern und Hessen stellten der Landesregierung Kleine Anfragen zum Umgang mit den Wäldern.

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