Skip to main content
Jetzt spenden
Hubschraubereinsatz in Chaco

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

Gleichzeitig tauchten die Greenpeace-Jaguare - Aktivistinnen und Aktivisten auf Motorrädern im Jaguardesign - aus dem Busch auf, um die Bulldozer einzukreisen. Die Rodungen konnten vorläufig zum Stillstand gebracht werden.

Wir machen, was eigentlich die Bundes- und Provinzregierungen tun sollten: die illegalen Urwaldrodungen stoppen, sagt Hernán Giardini, Waldexperte von Greenpeace Argentinien. Tag für Tag fressen sich die Bulldozer tiefer in die Wälder und sie sorgen nicht nur für schwere Umweltschäden, sondern auch für soziale Probleme, weil darunter auch die lokale Bevölkerung leidet.

Argentinien steigert von Jahr zu Jahr seine Soja-Exporte auf Kosten der Urwälder des Landes. Mehr als 10.000 Hektar wurden allein in dieser Region bereits entwaldet. Inzwischen ist Argentinien nach den USA und Brasilien drittgrößter Produzent weltweit. Ein Großteil der zumeist genmanipulierten Soja geht nach Europa und hier ins Tierfutter.

{image_r}Die betroffenen Wälder sind eine letzte Heimstätte für viele bedrohte Arten, insbesondere für den seltenen Jaguar. Ähnliche Greenpeace-Aktionen im letzten Jahr waren bereits erfolgreich und führten zum Schutz eines 22.000 Hektar großen Gebietes, des Pizzaro Nationalparks. Von der Urwaldzerstörung profitieren hauptsächlich vier argentinische Sojabarone, wie Greenpeace im Oktober aufdecken konnte.

Die Aktion von Greenpeace wurde unterstützt von der lokalen Bevölkerung. Leider können wir nicht alle Bulldozer aufhalten, bedauert Giardini. Dazu wäre ein neues Gesetz nötig, dass die Entwaldungen zumindest so lange untersagt, bis Landnutzungspläne aufgestellt sind, die genügend Schutzgebiete ausweisen.

  • Hubschraubereinsatz in Chaco

    Hubschraubereinsatz in Chaco

    Überspringe die Bildergalerie
  • Hubschraubereinsatz in Chaco

    Hubschraubereinsatz in Chaco

    Überspringe die Bildergalerie
Ende der Gallerie

Mehr zum Thema

Indigene und Greenpeace-Aktive im Boot auf dem Manicoré River

Greenpeace und Moritz Jahn auf Amazonas-Expedition

  • 15.07.2022

Greenpeace war gemeinsam mit Forschenden und Influencer Moritz Jahn auf Expedition im Amazonas-Regenwald. Ziel war, die Region zu erforschen und den Indigenen beim Schutz ihres Zuhauses zu helfen.

mehr erfahren
Ein Hubschrauber der Bundespolizei fliegt mit einem Löschwasser-Außenlastbehälter, um einen Waldbrand im Nationalpark Sächsische Schweiz zu löschen.

2022 – Das Jahr der Waldbrände

  • 07.07.2022

Was verbindet den US-amerikanischen Yosemite-Nationalpark, die griechische Insel Lesbos und die Sächsische Schweiz? Sie fackeln ab. Eine traurige Weltreise in die brennenden Wälder der Erde.

mehr erfahren
Dom Phillips and Bruno Pereira

Aktivisten im Amazonasgebiet tot aufgefunden

  • 16.06.2022

Unsere schlimmsten Befürchtungen haben sich bewahrheitet: Die im brasilianischen Amazonasgebiet verschwundenen Aktivisten sind tot. Greenpeace fordert eine transparente Aufklärung.

mehr erfahren
Waldbrand im Amazonas

EU-Mercosur-Abkommen

  • 02.06.2022

Der Amazonas-Regenwald ist ein Schlüsselelement für Biodiversität und Klimaschutz. Doch das geplante EU-Mercosur-Freihandelsabkommen gefährdet ihn weiter - während die Autoindustrie profitiert.

mehr erfahren
PT Megakarya Jaya Raya (PT MJR) Oil Palm Concession in Papua

Klima und Arten brauchen ein EU-Gesetz für weltweiten Waldschutz

  • 17.03.2022

Ein starkes EU-Gesetz für weltweiten Waldschutz ist dringend nötig, um gegen die Wald- und Naturzerstörung sowie die Verletzung von Menschenrechten anzukämpfen.

mehr erfahren
Illegal Mining in Yanomami Indigenous Land in Brazil

Drei Jahre Bolsonaro: Drei Jahre Umweltzerstörung in Brasilien

  • 17.01.2022

Im Januar 2022 feiert Jair Bolsonaro dreijähriges Amtsjubiläum als Präsident von Brasilien. Doch für das Klima und die Biodiversität Brasiliens gibt es wenig Grund zu feiern.

mehr erfahren