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Rinderzucht in Brasilien, Juni 2009
Marizilda Cruppe / EVE / Greenpeace

Brasilianischer Fleischkonzern jetzt aktiv gegen Urwaldzerstörung

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Der brasilianische Fleischkonzern Marfrig wird kein Fleisch mehr kaufen, das mit Urwaldzerstörung in Verbindung steht. Marfrig ist das viertgrößte Fleischhandelsunternehmen der Welt. Damit hat die Greenpeace-Kampagne gegen die Entwaldung im Amazonasgebiet einen weiteren Teilsieg errungen. 

Ende Mai 2009 veröffentlichte Greenpeace einen Report, der in Brasilien für Aufsehen sorgte: Slaughtering the Amazon (Wie Rinder den Urwald fressen). Die Studie enthüllt, wie die Fleisch- und Lederproduktion mit der Urwaldzerstörung in Zusammenhang steht und welche Rolle die großen Fleischproduzenten wie Marfrig, Bertin und JBS dabei spielen.

Damit brachte Greenpeace einen Stein ins Rollen: Wenig später erklärten die drei größten brasilianischen Supermarktketten, kein Rindfleisch aus illegal entwaldeten Gebieten des Bundesstaates Pará mehr zu beziehen. Wenig später entzog die Weltbank dem größten brasilianischen Rindfleischproduzenten, Bertin, einen 90-Millionen-Dollar-Kredit.

Am Montagabend nun verkündete auch Marfrig offiziell eine Wende in der Geschäftspolitik. Das Unternehmen hatte sich mit der Regierung des brasilianischen Bundesstaats Mato Grosso auf ein Moratorium ähnlich dem Soja-Moratorium geeinigt. Kurz gefasst lautet es: Kein Handel mehr mit Farmern, die jetzt noch Urwald für die Rinderzucht roden. Damit soll gewährleistet werden, dass zumindest keine weiteren Flächen der Rinderzucht zum Opfer fallen.

Paulo Adario, seit vielen Jahren Koordinator der Greenpeace-Urwaldschutzkampagne in Brasilien, beurteilt diese Initiative als wichtigen Schritt nach vorn gegen Urwald- und Klimazerstörung.

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