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Indonesien hat die Fläche seiner Palmölplantagen in zwanzig Jahren versiebenfacht, vor drei Jahren hat es den bisherigen Spitzenreiter Malaysia überholt. Die Agrarkonzerne beider Länder brennen und holzen Urwälder ab, um Anbauflächen zu gewinnen. In Indonesien wurde für 56 Prozent der neu angepflanzten Plantagen Wald abgeholzt oder abgebrannt.

Größter indonesischer Palmölproduzent ist der Konzern Sinar Mas. Zu ihm gehört, neben einer eigenen Bank, auch einer der größten Papierhersteller, der 2007 illegal geschlagenes Holz von Torfmoorwäldern auf Sumatra verarbeitete. Sinar Mas betreibt von allen Produzenten den aggressivsten Ausbau seiner Palmölplantagen - auf Kosten des Regenwaldes.

Der Raubbau hat verheerende Folgen für das Weltklima: Die bis zu zwölf Meter tiefen Torfschichten binden zehnmal mehr Kohlenstoff als andere Regenwälder. Durch das Abbrennen und Trockenlegen gelangen in kurzer Zeit Unmengen des Treibhausgases CO2 in die Atmosphäre. So wurde das Agrarland Indonesien zum drittgrößten CO2-Produzenten der Welt - hinter den Industriestaaten USA und China. Die Produktion von einer Tonne Palmöl belastet die Umwelt mit bis zu 33 Tonnen Kohlendioxid.

Die Anlage von Plantagen ist oft verbunden mit sozialen Konflikten und gewaltsamer Vertreibung. Meistens geht es um die Frage, wem das Land gehört. Die indonesischen Regenwälder sind die Heimat vieler Menschen. Sie sehen sich zunehmend ihrer Lebensgrundlage beraubt.

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