Medienpreis für Greenpeace
- Ein Artikel von Anja Franzenburg
- mitwirkende Expert:innen Moritz Jäger-Roschko
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- Greenpeace als bevorzugte Quelle bei Google: So geht's!
„Nähte aus Narben“ – für das Video über Fast Fashion erhalten Greenpeace und Bianca Heinicke den NRW-Medienpreis. Verbreitung fand der Film auch durch eine überraschende Ankündigung auf Social Media.
Macht sie das jetzt wirklich? Bianca Heinicke, lange Zeit das Gesicht des Online-Giganten Shein, sorgte im November 2025 mit einem Insta-Post für Spekulationen: Bibi x Shein – und darunter ein ablaufender Countdown. Unter den 7,7 Millionen Follower:innen der Impact Creatorin entbrannte die Frage, ob es zu einer erneuten Kooperation kommen wird.
Statt Schnäppchen veröffentlichte sie jedoch gemeinsam mit Greenpeace das Video „Nähte aus Narben“, das schonungslos die Folgen von Fast Fashion zeigt – für die Umwelt, die Arbeiter:innen aber auch für die Kaufenden. Denn Greenpeace hatte Shein-Produkte ins Labor geschickt und Ergebnisse zurückbekommen, die deutlich über den Grenzwerten liegen. Greenpeace-Experte Moritz Jäger-Roschko ordnet dies im Film ein. Heinicke kritisiert auch ihre eigenen – mittlerweile abgelegten – Konsumgewohnheiten. Das Video verbreitete sich stark und führte auch zu einer Einladung Heinickes in die Sendung „hart aber fair“.
Für diese Aktion gibt es nun den NRW-Medienpreis „Change!“. Der Preis wird jährlich vergeben und prämiert kreative Kampagnen und Medienprojekte, die sich für globale Gerechtigkeit, Nachhaltigkeit und gesellschaftlichen Wandel einsetzen.
„Wir freuen uns sehr über diese Auszeichnung“, sagt Lisa Eichhorn von Greenpeace, die den Preis am 4. November 2026 im Kölner Filmpalast entgegennahm. „Sie unterstreicht, welche Wirkung Kampagnen entfalten, die auf passgenaue, digitale Kommunikation setzen und über prominente Persönlichkeiten die Menschen in ihrer Lebensrealität abholen. Umso schöner ist es, mit unserer Shein-Kampagne genau das erreicht zu haben. Ein großes Dankeschön geht an Bianca, ohne sie wäre diese Kampagne so nicht möglich gewesen.“ (Eichhorn auf dem Foto links neben ihrem Kollegen Jörg Klebe, Bianca Heinicke und Timothy Hill, der die Laudatio gehalten hat.)
Bereits im vergangenen Jahr konnte Greenpeace die Jury mit einer humorvollen Kampagne für sich gewinnen: Schauspieler Ludger Bökelmann schlüpfte darin erneut in seine Rolle als Peter aus der Serie „Die Discounter“. In Kurzvideos für YouTube-Shorts und Instagram trifft der naive Supermarkt-Mitarbeiter Peter zufällig auf eine Greenpeace-Protestaktion gegen Tiefseebergbau. Er greift spontan zum Megafon und wird zum Aktivisten gegen die Zerstörung des Meeresbodens.