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Wer hat Angst vor ziviler Einmischung? Kanada!

Auf dem Artenschutz-Gipfel in Bonn kommen Delegierte aus aller Welt zusammen. Sie debattieren über Wege und Möglichkeiten, die Welt zu retten. Einige sind dabei besonders vorbildlich und engagiert, andere gehören eher zu den Bremsern und verfolgen ausschließlich nationale Interessen. Greenpeace beobachtet die Diskussionen und wird am Ende der Konferenz der schlimmsten Delegation die Goldene Kettensäge überreichen. Bis dahin werden einzelne Delegationen für den Preis nominiert.

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Heute trifft es Kanada. Und das aus gutem Grund. Die kanadische Delegation hat gestern gleich zweimal versucht, Nichtregierungsorganisationen wie auch Greenpeace, das Vorschlagsrecht zu nehmen. Klar, letztendlich entscheiden die Delegationen über die Vetragstexte, aber bisher konnten Vorschläge auch von der Zivilgesellschaft eingebracht werden.

Warum verhält sich Kanada so? Möglicherweise liegt es daran, dass die Kanadier auf diese Art und Weise von ihrem eigenen Versagen beim Schutz der Artenvielfalt ablenken wollen. Erst im März dieses Jahres hat eine unabhängigen kanadischen Umwelt-Kommission (CESD) ein generelles Versagen der Regierung in Sachen Artenschutz festgestellt. Möglicherweise soll jetzt von dem Report abgelenkt werden. Für Greenpeace ist unser Kollege Eric Darier aus Montréal der Sache auf der Spur und nimmt an den UN-Verhandlungen teil. Er hat auch die Nominierung vorgeschlagen.

Ach, und die Kids machen sich ganz stark für den Urwaldschutz!

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