Archiv: Artikel kann veraltete Informationen enthalten

Viele Schutzgebiete stehen nur auf dem Papier

Ein Nilpferd, ein Affe, ein Elefant, etliche exotische Vögel, ein Tiger ... und alle fast komplett weiß, alle aus Papier und Pappe. Einen ganzen Park solcher Tiere hat Greenpeace am Donnerstag vor dem Konferenzgebäude im brasilianischen Curitiba aufgebaut. Dort tagen derzeit die Vertragsstaaten der Artenvielfaltkonvention CBD).

  • /

Kunst vor dem Konferenzgebäude? Wofür? Der Park aus Papier steht für alle Waldschutzgebiete dieser Erde, die zwar offiziell beschlossen, aber nur unzureichend oder gar nicht eingerichtet worden sind. Die Botschaft auf den Transparenten der Aktivisten: Create protected areas - not only on paper. Zu Deutsch: Richten Sie Schutzgebiete ein - nicht nur auf dem Papier!

Das selbst gesetzte Ziel der CBD ist es, das Artensterben bis 2010 deutlich zu verringern. Dazu fordert Greenpeace, ein weltweites Netz von Schutzgebieten in Urwäldern und Meeren zu beschließen - und tatsächlich einzurichten. Die Konferenz dauert noch bis zum 31. März.

Weiterführende Publikationen zum Thema

Factsheet: Palmöl aus Indonesien

Palmöl steckt in etwa jedem zweiten Produkt, das man im Supermarkt kaufen kann. Das fettige Gold findet sich in zahlreichen Haushalts- und Pflegemitteln, in Seifen und Kerzen. Doch die Produktion dieses Alleskönners hat einen hohen Preis.

Mehr zum Thema

Leere Versprechen

Firmen halten Zusagen nicht ein: Noch immer ist die Produktion vieler Waren wie Shampoo und Fleisch mit Abholzung verknüpft. Wald-Expertin Gesche Jürgens dazu im Interview.

Jeder Baum zählt

Zu Hause, im Supermarkt oder im Garten: Jeder kann was für den Waldschutz tun – Tag für Tag. Das kommt auch Klima und Artenvielfalt zu Gute. Lesen Sie unsere 10 Tipps.

Rote Linie

Baumbesetzer, Anwohnerin oder Familienvater: unterschiedliche Menschen kämpfen für den Hambacher Wald. Karin de Miguel Wessendorf hat sie begleitet. Nun kommt ihr Film ins Kino.