Archiv: Artikel kann veraltete Informationen enthalten

Verlage für den Urwald

In den Niederlanden haben 14 Verlagshäuser zugesagt, in Zukunft kein Papier mehr zu verwenden, das aus Urwaldzerstörung stammt. Zusammen mit Greenpeace wollen sie daran arbeiten, ihren Verbrauch schrittweise auf recyceltes und FSC-zertifiziertes Papier umzustellen. Einzig das Zertifikat des Forest Stewardship Council (FSC) garantiert die Herkunft aus sozial und ökologisch nachhaltiger Waldnutzung.

Das sind fantastische Neuigkeiten, sagt Greenpeace-Waldexpertin Belinda Fletcher. Bald können die Verbraucher ihre Lieblingsbücher mit dem sicheren Wissen kaufen, dass sie nicht an der Zerstörung der Urwälder beteiligt sind. Es wurde ein Präzedenzfall für andere europäische Länder geschaffen.

Bislang kommt der Großteil des Buchpapiers in den Niederlanden aus Finnland und Russland. Länder, die Teile der letzten Urwälder der Welt beherbergen. Nach Schätzungen sind 50 Prozent des russischen Holzeinschlags illegal. Auch in Deutschland setzt sich Greenpeace dafür ein, dass Verlage ihre Bücher auf urwaldfreundlichem Papier drucken - unterstützt werden wir dabei von namenhaften Autoren wie Cornelia Funke, Elke Heidenreich und Günter Grass.

Greenpeace-Hintergrund: Autoreninitiative für die Urwälder

Tags:

Weiterführende Publikationen zum Thema

Mehr zum Thema

Indigene in Gefahr

Greenpeace dokumentiert die Rodung im Amazonas in Brasilien. Die Zerstörung in Indigenen-Gebieten hat um 60 Prozent zugenommen. Besonders betroffen ist das Land der Ituna-Itatá.

„Dramatische Lage in Manaus“

In Brasiliens Urwaldstadt Manaus sterben die Menschen wie die Fliegen, der Amazonas wird trotzdem gerodet. Naturschützer Thomas Gernot gibt Einblicke in ein verzweifeltes Land.

Höchste Warnstufe

Vielerorts in Deutschlands besteht große Trockenheit und damit eine erhöhte Gefahr für Waldbrände. Brandenburgs Waldbrandschutzbeauftragter Raimund Engel bewertet die Lage.