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Urwaldschützer mit Goldman-Preis ausgezeichnet

In San Francisco wird am Montagabend (Ortszeit) der diesjährige Goldman-Preis verliehen. Diesen mit 125.000 Dollar dotierten Umweltpreis teilen sich sechs Umweltschützer aus Afrika, Asien, Europa, Nord- und Südamerika. Besonders freut sich Greenpeace über die Auszeichnung von Anne Kajir, 32, aus Port Moresby, Papua Neuguinea und Tarcísio Feitosa da Silva, 35, aus Altamira, Brasilien. Bei beiden Kämpfern für den Umweltschutz steht der Erhalt der Urwälder ihrer Heimat im Vordergrund.

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Die Rechtsanwältin Kajir wird dafür ausgezeichnet, dass sie die Korruption und Beteiligung der Regierung von Papua Neuguinea an der illegalen Zerstörung der Urwälder in ihrem Inselstaat aufgedeckt hat. Dadurch ist das größte noch erhaltene Urwaldgebiet in der asiatisch-pazifischen Region bedroht. Im Jahre 1997 hat Kajir - in ihrem ersten Jahr als Rechtsanwältin - vor dem Obersten Gerichtshof Papua Neuguineas einen Präzendenzfall gewonnen, der die Abholzer zwang, den indigenen Landbesitzern Entschädigungen zu zahlen.

Feitosas unermüdlichem Einsatz ist es zu verdanken, dass in einer vollkommen abgelegenen Region im Norden Brasiliens, das weltweit größte Gebiet geschützten Tropenwaldes entstand. Es ist nach wie vor vom illegalen Kahlschlag bedroht. Und die Abholzer schreckten auch nicht davor zurück, Feitosa mit dem Tode zu bedrohen. Doch der Umweltschützer arbeitet weiter mit örtlichen Gruppen daran, Waldgebiete für die lokale Bevölkerung zu schützen und die Regierung in Brasilia auf die illegalen Abholzaktivitäten in der Region aufmerksam zu machen.

Der Waldexperte von Greenpeace International, Gavin Edwards, gratuliert den Goldman-Preisträgern: Es ist ein besonderer Menschenschlag, der es wagt, gegen die Holzkonzerne die Stimme zu erheben, die die letzten Urwälder zerstören wollen - wenn man die große persönliche Bedrohung und die Belastung bedenkt, die ein solches Verhalten mit sich bringen kann! Annie und Tarcísio gehören zu diesem Menschenschlag. Dank ihrer Arbeit sind die Wälder dieser Erde ein bisschen weniger gefährdet.

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