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UN-Konferenz für Urwaldschutz gescheitert

Minister aus aller Welt haben seit dem 16. Mai in New York auf der 5. UN-Konferenz für den Urwaldschutz (United Nations Forum on Forests, UNFF) getagt. Sie diskutierten dort über die Zukunft unserer Urwälder. Am Freitag wurden die Verhandlungen abgebrochen. Der Greenpeace-Waldexperte Martin Kaiser kommentiert:

Wieder eine Konferenz, die gescheitert ist. Die Minister aus der ganzen Welt haben es in 13 Jahren nicht geschafft, die Zerstörung der letzten Urwälder und ihrer Artenvielfalt aufzuhalten. Zwar haben die EU, Kanada, Mexiko und weitere Länder ernsthaft versucht, zu einem Ergebnis zu kommen. Aber die USA und Brasilien wollen sich nicht auf überprüfbare internationale Ziele für einen bestimmten Zeitraum festlegen lassen, um die illegale Abholzung und Zerstörung aufzuhalten.

Wir appellieren eindringlich an die internationale Staatengemeinschaft, den weltweiten Schutz der Wälder, ihrer Artenvielfalt und der lokalen Bevölkerung nicht über das UN-Waldforum, sondern im Rahmen der Konvention über Biologische Vielfalt (CBD) zu realisieren. Die CBD war bisher wesentlich erfolgreicher bei der Verabschiedung von rechtlich verbindlichen Regelungen unter Beteiligung der einheimischen Bevölkerung.

Das UN-Ziel, den Verlust der Artenvielfalt bis 2010 deutlich zu verringern, ist ohne zusätzliche Gelder für Wald-Schutzgebiete und ökologisch nachhaltige Waldnutzung nicht erreichbar. Zentraler Motor für die Waldzerstörung und den Verlust der Artenvielfalt ist der internationale Handel mit Holz- und Papierprodukten. Die USA, die EU, Japan und China müssen den Import von Holzprodukten aus illegalen Quellen deshalb endlich rechtlich unterbinden.

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