Archiv: Artikel kann veraltete Informationen enthalten

Rekordverdächtige Holzfäller in Brasilien

Brasiliens Regierung hat diese Woche aktuelle Zahlen zur Urwaldabholzung im Amazonas veröffentlicht. Demnach sind 2004 zwischen 2.310.000 und 3.440.00 Hektar abgeholzt worden. Tatsächlich könnten die Zahlen noch höher liegen. Die brasilianische Presse berichtet über eine zerstörte Fläche, die so groß wie Belgien ist. Damit wäre ein neuer Rekord in Brasiliens Geschichte der Waldzerstörung erreicht.

Die Abholzungsstatistiken dieses Jahres liegen wahrscheinlich höher als die Regierung zugeben möchte. Es sind alarmierende Zahlen aber sie spiegeln nicht wider, wie grässlich die Situation wirklich ist. Das Vorhaben der brasilianischen Regierung, die Abholzung des Regenwaldes zu stoppen, ist fehlgeschlagen, sagt Paulo Adario, Amazonas-Experte von Greenpeace.

Einer der Gründe für die Zerstörung ist der Straßenbau der B-163. Umweltschützer warnen davor, dass Straßen, Staudämme und Pipelines zu einer rasanten Urwalderschließung und Waldbesiedlung führen und somit profitgierigen Industrikonzernen den Weg ebnen. Sie stellen die größte Gefahr für den einzigartigen Regenwald dar, der 30 Prozent der weltweiten Tier- und Pflanzenarten eine Heimat bietet. (ang)

Tags:

Weiterführende Publikationen zum Thema

Mehr zum Thema

Schlimme Waldschäden

Der aktuelle Waldzustandsbericht zeigt: Die Wälder in Deutschland sind massiv geschädigt. Die Ergebnisse gehören zu den schlechtesten seit Beginn der Erhebungen 1984.

UNGENÜGEND.

Bis Ende Dezember hat Deutschland den Vorsitz im Rat der Europäischen Union, dann übernimmt Portugal. Wir schauen zurück auf sechs Monate Amtszeit.

Furchtbares Zusammenspiel

Vor Covid-19 haben Regierungen Warnungen der Wissenschaft überhört: Mit der Naturzerstörung wachsen Pandemie-Risiken. Jetzt müssen wir endlich langfristig denken.