Archiv: Artikel kann veraltete Informationen enthalten

Niederlande: Afrikanischer Urwald im Hafen

Fünfundsechzig Greenpeace-Aktivisten haben in den Niederlanden am Dienstagmorgen das Gelände eines Holzhändlers als Bühne für Urwaldverbrechen deklariert. Einige Aktivisten transportierten Holzplanken vom Firmengelände zur rund zwei Kilometer entfernten örtlichen Polizeistation. Das Holz soll als Beweismaterial einer Beschwerde dienen, die Greenpeace gegen den niederländischen Direktor des Holzunternehmens CIBEC und gegen den Holzhändler Hupkes eingeleitet hat.

Die niederländische Holzfirma Hupkes handelt mit Holz des Unternehmens CIBEC, das in Kamerun illegal Holz einschlägt. Die heutige Aktion ist Teil der Greenpeace-Kampagne, die die Verbreitung von illegalem Holz auf den europäischen Markt zu verhindern sucht.

Europäische Firmen müssen endlich aufhören, die Resourcen von Entwicklungsländern zu plündern, fordert Ingrid Visseren von Greenpeace Niederlande, und warnt: Solange skrupellose Holzfäller und Holzhändler nicht bestraft werden, drücken die Regierungen der EU-Länder letzten Endes bei viele Millionen Euro schweren Verbrechen ein Auge zu. Sie untergraben damit die Entwicklung, bedrohen Umwelt und Vielfalt der Arten und treiben Gewalt, Korruption und Menschenrechtsverletzungen voran.

Tags:

Weiterführende Publikationen zum Thema

Mehr zum Thema

UNGENÜGEND.

Bis Ende Dezember hat Deutschland den Vorsitz im Rat der Europäischen Union, dann übernimmt Portugal. Wir schauen zurück auf sechs Monate Amtszeit.

Furchtbares Zusammenspiel

Vor Covid-19 haben Regierungen Warnungen der Wissenschaft überhört: Mit der Naturzerstörung wachsen Pandemie-Risiken. Jetzt müssen wir endlich langfristig denken.

ERKLÄRUNG

Schockiert von der Naturzerstörung und besorgt um die Sicherheit der Aktiven, stellen wir uns gegen eine zukunftsfeindliche Verkehrspolitik und zeigen: Der Widerstand ist breit.