Der Pianist Hauschka unterstützt Greenpeace

Eine Komposition für den Wald

Mit einem gemeinsamen Video-Projekt machen Greenpeace und der Düsseldorfer Komponist und Pianist Hauschka auf die Bedeutung des Waldes aufmerksam.

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Ein kleiner Junge liegt im Wald auf dem Rücken und schaut in die Baumkronen. Er sieht durch einen Bergkristall, wie sich das Licht bricht. Eine friedliche, entspannte Atmosphäre - sie entspricht dem Gefühl, das der Oscar-nominierte Filmmusiker Volker Bertelmann, der unter dem Künstlernamen Hauschka auftritt, für den Wald empfindet. “Wenn ich durch den Wald gehe, entspanne ich mich", so Bertelmann. "Für meine Kinder und die kommenden Generationen müssen wir unsere Wälder erhalten.”

Gemeinsam mit Greenpeace entwickelte er daher das Filmprojekt “Feel the Forest”, das im Sommer dieses Jahres im Nationalpark Schwarzwald und im Weltnaturerbe Grumsin in Brandenburg entstand. Das Video zeigt verschiedene Perspektiven und Erlebnisse im Wald künstlerisch auf. Im Vordergrund steht die musikalische Untermalung, die Bertelmann passgenau für die einzelnen Wald-Szenen komponiert hat. 

Der Wald braucht Schutz

Greenpeace setzt sich in Deutschland und weltweit für konsequenten Wald- und Klimaschutz ein. “Es ist an der Zeit nicht weiter gegen die Natur, sondern mit der Natur zu arbeiten,” sagt Greenpeace Waldexpertin Sandra Hieke. “Mit mehr Schutzgebieten und weniger Holzernte könnten sich Wälder wieder natürlicher entwickeln.” Die Waldschäden durch die klimabedingte Dürre steigen auch in diesem Jahr weiter dramatisch an. Trotzdem sind derzeit in Deutschland nur drei Prozent der Wälder geschützt.

“Ständige Eingriffe der Menschen in die Natur haben schwere Folgen - dabei ist der Wald unser bester Verbündeter im Klimaschutz”, so Hieke. Denn nicht nur leidet der Wald unter den Folgen der Klimakrise, sondern umgekehrt reduziert sich durch zunehmende Schäden auch seine Funktion als Klimaschützer. Naturnahe Wälder hingegen sind weniger anfällig und eine wertvolle Heimat für die heimische Biodiversität mit ihren Tier- und Pflanzenarten; sie binden mehr CO2 und können viel Wasser speichern. 

“Mir geht es nicht nur darum, ein Gefühl zu transportieren,” sagt Bertelmann, “sondern das Thema Waldschutz wirklich ins Bewusstsein zu bringen. Ich hoffe, dass immer mehr Menschen merken, dass wir einen ganz kostbaren Planeten haben - und dass wir uns um ihn kümmern müssen.” Daraus entstand die Zusammenarbeit an dem gemeinsamen Projekt. Mehr dazu hier.

Ideen, wie auch Sie sich für den deutschen Wald engagieren können, finden Sie hier.

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