Buchenwälder-Kampagne: Erfolge und Unterstützer

In kleinen Schritten zum Ziel: Das ist die Bilanz nach vielen Monaten Kampagne zum Schutz der Buchenwälder. Die Meilensteine im Kampf für eine Umsetzung der Nationalen Strategie zur Biologischen Vielfalt und eine wirklich ökologische Waldnutzung haben wir im Folgenden zusammengefasst.
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November 2013

Zahlreiche Umweltschützer in Baden-Württemberg atmen auf: Der erste Nationalpark im Land ist beschlossen. Greenpeace-Aktivisten sammeln sich gemeinsam mit anderen Umweltverbänden am Tag der Entscheidung vor dem Parlament in Stuttgart, um aus vollem Herzen „Danke“ zu sagen.

Januar 2013

Das NABU-Konzept zur natürlichen Waldentwicklung fordert ebenfalls „mehr gut vernetzte Wildnisgebiete, (…) insbesondere Wälder mit einer natürlichen Entwicklung, die künftig Bestandteil einer jeden multifunktionalen Forstwirtschaft sein müssen“.

Klage mit Erfolg: Die Landesforsten müssen BUND an Planungen bei den Erhaltungs- und Entwicklungsplänen für FFH-Gebiete im Deister (Niedersachsen) beteiligen

Nicht nur uns und viele Bürgerinnen und Bürger interessierte der Umgang mit den alten Wäldern und die mangelnde Datentransparenz seitens Landesforsten und Landesregierung. Auch die Oppositionsparteien SPD und Grüne in Bayern und Hessen stellten der Landesregierung Kleine Anfragen zum Umgang mit den Wäldern.

November 2012

Niedersachsen: Landtagsabgeordnete der Grünen (MdL Christian Meyer) und der Linken (MdL Marianne König) und unterstützen die Forderungen von Greenpeace und anderen Umweltverbänden. Sie fordern ebenfalls, dass der Beschluss der Bundesregierung, bis 2020 zehn Prozent der öffentlichen Waldflächen aus der forstlichen Nutzung zu nehmen, auch in Niedersachsen umgesetzt wird.

Oktober 2011 - Dezember 2012

Greenpeace fragte bei den Bundesländern nach, wie es um den Zustand und den Schutz der alten Buchen- und Laubwälder in öffentlichem Besitz bestellt ist. Diese Anfragen, bei der sich Greenpeace auf das Umweltinformationsgesetz (UIG) beruft, hatten in den meisten Bundesländern bereits umfangreiche und aussagekräftige Datenlieferungen zur Folge: Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen, Thüringen, Baden-Württemberg, Sachsen, das Saarland, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Brandenburg schafften Transparenz im Wald.

Juni 2012

Das Umweltgutachten des Sachverständigenrats für Umweltfragen (SRU) empfiehlt unter anderem die Umsetzung der Nationalen Biodiversitätsstrategie - also den Schutz von zehn Prozent der öffentlichen Wälder -, eine wirklich naturnahe Waldbewirtschaftung mit anspruchsvoller Zertifizierung und als Klimaschutzmaßnahme einen stärkeren Vorratsaufbau im Wald.

Die Bayerischen Staatsforsten (BaySF) verkünden, die Holznutzung in den Klasse 1-Wäldern einzustellen. Das heißt konkret: Die ältesten Laubwälder Bayerns sind ab jetzt vor der Säge und anderen Eingriffsmaßnahmen geschützt und bekommen die Chance, sich zu Urwäldern von morgen zu entwickeln.

Mai 2012

Der Bund Naturschutz in Bayern (BN) kritisiert die Bayerische Staatsregierung, weil sie „die Umsetzung der Nationalen Biodiversitätsstrategie der Bundesregierung für einen besseren Waldschutz boykottiert“. Der BN fordert zudem die Ausweisung eines Nationalparks Steigerwald.

Wie in einem Eckpunktepapier von Greenpeace angeregt, sollen zukünftig Eichen auf naturfernen, von Nadelholz dominierte Waldbeständen und auf Kalamitätsflächen verjüngt werden. Der bayerische Forstminister Brunner verhängt zudem ein Moratorium für die Pflanzung von Douglasien in FFH-Gebieten.

Auch die Grünen forderten Transparenz statt Polemik beim Naturschutz im Wald. Auf Anfrage von Christian Magerl (Grüne) beim Staatministerium für Forsten wurden bislang geheim gehaltene Daten zu besonders alten Wäldern veröffentlicht.

Januar 2012

Zum Start der Grünen Woche fordern der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), NABU, Forum Umwelt und Entwicklung und Greenpeace einen sofortigen Einschlagstopp für alte Laubwälder in öffentlichem Besitz. Zehn Prozent des öffentlichen Waldes sollen auf zusammenhängenden Flächen aus der forstlichen Nutzung genommen und rechtlich verbindlich als Urwälder von morgen ausgewiesen werden.

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