MAKE SMTHNG 2020

Reparieren

Kaputt ist keine Option: Starten Sie eine Reparatur-Revolution in Ihrem Leben und greifen Sie zum Werkzeugkasten! Denn Reparieren verringert Müll und schützt Ressourcen.
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In Deutschland werden jährlich und pro Person fast 23 Kilo Elektrogeräte weggeworfen. Und wussten Sie, dass die Hälfte der Deutschen zwischen 18 und 29 Jahren noch nie ein Kleidungsstück repariert haben? Ganze 60 Prozent schmeißen ihre Schuhe einfach weg, anstatt sie zum Schuster zu bringen. Zahlreiche Gegenstände landen so einfach auf der Müllkippe, die nach einer einfachen Reparatur wieder verwendet werden könnten. Das wollen wir ändern, denn kaputt ist keine Ausrede und der Griff zum Werkzeugkasten die beste Option.

Unser Tipp: Verschaffen Sie sich einen Überblick darüber, was Sie reparieren möchten und suchen Sie sich zwei Gegenstände aus. Der in der Schublade schlummernde Wecker, die eingestaubte Kaffeemaschine oder der Wintermantel mit kaputtem Reißverschluss: Gehen Sie alles durch und überlegen Sie sich, was Sie wie reparieren können. Hier ein paar Anregungen...

Elektrogeräte

Vom Wasserkocher bis zur Spielkonsole: auf ifixit finden Sie jede Menge Tutorials für defekte Geräte. Auch bei der Verbraucherzentrale gibt es nützliche Tipps. 

Smartphone

Auf kaputt.de finden Sie Videoanleitungen zur Reparatur für sämtliche Smartphones. Warum es wichtig ist, Smartphones zu reparieren und lange zu nutzen, anstatt jedes Jahr ein neues Modell zu kaufen, erfahren Sie in unserem Blog-Artikel.

Fahrrad

Hilfe zur Selbsthilfe: In vielen Städten gibt es offene Fahrradwerkstätten, in denen man Werkzeug und Support für die Reparatur findet. Bei der Verbraucherzentrale finden Sie auch Adressen für Repair-Cafés – die helfen sogar nicht bloß bei beschädigten Drahteseln.

Kleidung und Schuhe

Kaputte Sohle oder abgewetztes Leder? Schauen Sie doch einfach beim Schuster vorbei. Der zaubert Ihnen neue Sohlen, flickt Löcher und macht Ihre Schuhe wieder für das Herbstwetter fit. Aber auch Taschen und Gürtel bekommen hier schnell wieder neues Leben eingehaucht. Die Österreicher*innen sind sogar schon weiter: In Wien wird Reparieren gefördert; wer seine Sachen flicken lässt, kriegt die Hälfte der Kosten von der Stadt erstattet, bis zu einem maximalen Förderbetrag von 100 Euro.

Reparieren Sie selbst ... und seien Sie stolz drauf! Auch wenn Sie Ihre Jeans nicht perfekt geflickt haben und der auffällige Klebestreifen am Fahrrad verrät, dass kein Profi am Werk war – na und?! Nehmen Sie sich ein Beispiel an Kintsugi – eine Kunstform aus Japan, bei der die Bruchstellen in Keramik zusammengeklebt und extra auffällig verschönert werden. Das Ergebnis kann sich sehen lassen! 

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