Archiv: Artikel kann veraltete Informationen enthalten

Video: Die Stürmung der Arctic Sunrise

Von Greenpeace International am Freitag veröffentlichtes Videomaterial gibt neue Einblicke in die Stürmung des Greenpeace-Schiffes Arctic Sunrise durch russische Sicherheitskräfte am 19. September. Das Video zeigt, wie sich maskierte Agenten von einem Hubschrauber abseilen und sich Besatzungsmitglieder des Schiffes friedlich und mit gestreckten Armen stellen.

  • /

"Die Aufnahmen zeigen, dass sich die Crew der Arctic Sunrise bei der Stürmung absolut gewaltlos verhalten hat. Die Besatzungsmitglieder der Arctic Sunrise sind weder Piraten noch Randalierer, sondern friedliche Umweltaktivisten, deren einziges Verbrechen darin besteht, nach ihren tiefsten Überzeugungen gehandelt zu haben," kommentiert Greenpeace-Ölexperte Jörg Feddern das Videomaterial.


Besatzungsmitglieder der Arctic Sunrise hatten am 18. September an der Gazprom-Ölplattform Prirazlomnaya gegen Ölbohrungen in der Arktis protestiert. Seit nunmehr 50 Tagen sitzt die aus 28 Aktivisten und zwei Journalisten bestehende Crew in russischer Untersuchungshaft. Ihnen drohen nach russischem Recht mehrere Jahre Haft wegen "Rowdytums" und "Piraterie".

Zum Weiterlesen:

Seegerichtshof: Entscheidung am 22. November

Piraterie-Anklage gegen Arctic 30 bleibt bestehen

Bundesweiter Protest für die Arctic 30

Weiterführende Publikationen zum Thema

Bedrohte Tiefsee

Der Wettlauf um die Ressourcen auf dem Meeresboden hat begonnen. Grund ist der große Hunger der Hightech-Industrie nach Kobalt, das sich in den Manganknollen in tausenden Metern Tiefe befindet. So wird der Tiefseebergbau eine der schwerwiegendsten neuen Bedrohung für unsere Ozeane, noch bevor wir ihre sensiblen Ökosysteme und ihre Prozesse überhaupt verstanden haben.

Antarktis: Schutz fürs südliche Polarmeer

Gesunde Meere sind überlebenswichtig: Sie schenken uns Sauerstoff und binden klimaschädliches CO2. Das macht sie zu unseren besten Verbündeten im Kampf gegen den Klimawandel.

Zur Kampagne

Arktis-Pläne einfrieren!

Shell ist zurück in der Arktis. Vor der Küste Alaskas sucht der Konzern nach Öl – trotz hoher Risiken und internationaler Proteste.

Alle Artikel zu dieser Kampagne

Mehr zum Thema

Aufräumen am Ende der Welt

Plastikmüll an Stränden ist leider nichts Neues. Aber in der Arktis? Greenpeace barg an der Küste Spitzbergens bergeweise Kunststoff – Folgen einer ausufernden Fischereiindustrie.

12 Freunde

Die Kiezkicker vom FC St. Pauli unterstützen die Greenpeace-Kampagne zum Arktisschutz – und unterzeichneten als erster deutscher Profisportverein die Arctic Declaration.

Überraschender Besuch

Das Greenpeace-Schiff Arctic Sunrise trägt den Protest gegen die Ölbohrungen des Konzerns OMV in die Barentssee. Vor dessen Ölplattform flattern nun Banner: „Raus aus der Arktis!“