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Merkel mahnt im Gespräch mit Putin Lösung für die "Arctic 30" an

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat bei Russlands Präsident Wladimir Putin eine zügige Lösung für die "Arctic 30" angemahnt. Wie am Mittwoch aus dem Kanzleramt mitgeteilt wurde, habe sich Merkel bei einem Telefongespräch mit Putin besorgt über die Situation der in Russland inhaftierten 28 Greenpeace-Aktivisten und zwei Journalisten geäußert, die nach einem friedlichen Protest an einer Gazprom-Plattform der "bandenmäßigen Piraterie" angeklagt sind.

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Der Kampagnen-Geschäftsführer von Greenpeace Deutschland, Roland Hipp, kommentiert die Initiative der Kanzlerin:

"Wir begrüßen und schätzen die Initiative der Bundeskanzlerin, sich bei Präsident Putin für die Inhaftierten einzusetzen. Die Crew der Arctic Sunrise hat friedlich und gewaltfrei für den Schutz der Arktis und gegen mögliche Ölunfälle durch Gazprom protestiert. Wir hoffen, dass die Initiative von Frau Merkel die baldige Freilassung der Aktivisten und Journalisten ermöglichen wird."

Weltweit haben bereits 1,4 Millionen Menschen eine Protestmail an russische Botschaften geschickt, um die Freilassung der "Arctic 30" zu fordern.

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