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Explosionsgefahr im Hamburger Hafen

Immer mehr Schwierigkeiten türmen sich vor einer Bergung des gekenterten Chemikalientankers ENA 2 im Hamburger Hafen auf. Neuester Hemmschuh: Explosionsgefahr! Am Donnerstag wurde bekannt, dass viel mehr der konzentrierten Schwefelsäure ausgelaufen ist als angenommen.

Damit ist klar, dass die verbleibende Ladung inzwischen verdünnte Säure sein müsste. Zusammen mit Metallen setzt diese Schwefelsäure Wasserstoffgas frei. Kommt das mit dem Luftsauerstoff in Kontakt, entsteht schnell eine hochbrisante Mischung, die schon durch den kleinsten Funken zur Explosion gebracht werden kann.

Der letzte Stand des Bergungsplanes sieht nun vor, das Wasserstoffgas in den metallischen Tanks durch nicht brennbares Stickstoffgas zu verdrängen. Erst danach soll das kieloben dümpelnde Schiff gedreht werden. Für dieses Manöver werden sechs Stunden veranschlagt. Geplanter Zeitpunkt: das Abendhochwasser am Sonnabend. Nach dem Drehen des Wracks kann mit dem Abpumpen der in den vier Tanks verbliebenen Säure begonnen werden. Als Auffangbehälter dienen dabei säurefeste Kesselwagen.

Ein weiteres Problem rückt in den Fokus der Bergungsmanschaft. An Bord des gekenterten Schiffes befindet sich auch noch Schiffstreibstoff - rund drei Tonnen Diesel. Dieser muss vor der Bergung des Tankers gesichert werden, damit er nicht in die Elbe fließt oder mit anderen Chemikalien an Bord reagieren kann. Vorsorglich wird die Hamburger Umweltbehörde ein Ölbekämpfungsschiff neben der Unfallstelle in Position bringen.

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