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Greenpeace-Aktivisten protestieren am Jahrestag der Tschernobyl-Katastrophe, Juni 2007
Pierre Gleizes / Greenpeace

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Die Sunday Times konnte nach eigener Aussage Einblick in vertrauliche gerichtliche Dokumente nehmen. Aus diesen gehe hervor, wie bestellte Hacker dem Konzern Zugang zu Dateien und E-Mailkorrespondenz verschafften, die von Greenpeace Großbritannien ins internationale Greenpeace-Netz weitergeleitet wurden. CDs, die in einem Safe des EdF-Hauptquartiers lagerten, enthielten unter anderem Informationen über Greenpeace-Jahresplanungen 2006 und 2007.

Das skandalöse Vorgehen des französischen Staatskonzerns hat offenbar auch in britischen Politikerkreisen Empörung ausgelöst. Ein Sprecher der Liberalen Demokraten hat laut Sunday Times eine parlamentarische Fragestunde angekündigt. Er wolle klären, ob britische Sicherheitsdienste mit EdF oder der französischen Regierung Informationen über Umweltorganisationen ausgetauscht hätten.

Der staatlich kontrollierte Atomstromkonzern EdF betreibt auf aggressive Weise eine Renaissance der Atomkraft. 2008 kaufte er den Energieversorger British Energy (BE) auf und ist nun der größte Stromerzeuger der Insel. Die alten Atomkraftwerke von BE sollen in den kommenden Jahren durch neue ersetzt werden. Geplant sind vier neue Reaktoren des Typs EPR (Europäischer Druckwasserreaktor).

Greenpeace gehört zu den schärfsten Kritikern der Atomkraft und der EdF-Unternehmenspolitik. Daraus leitet der Konzern offensichtlich das Recht zu illegalen Maßnahmen ab - ein besorgniserregend undemokratisches Verhalten.

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