Jetzt spenden
Mit dem Eisberg auf der Elbe

Ehrenamtliche Greenpeace-Gruppen informieren über den Klimawandel

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

Auf der Elbe unterwegs sind als Pinguine verkleideten ehrenamtliche Greenpeacer mit Schlauchbooten, auf denen ein Eisberg aus Pappmaché thront. Ziel der Fahrt ist es, über die negativen Folgen des Klimawandels aufmerksam zu machen, aber auch mit Betroffenen zu sprechen. Bereits seit einigen Jahren schwanken die Wasserstände der Elbe zwischen Überflutung und Dürre.

Mit guten 1.092 Kilometern Länge ist die Elbe nicht nur auf Platz 14 der längsten Flüsse in Europa - sie ist auch einer der bedeutendsten Schauplätze des Klimawandels. Zum Einzugsgebiet des Stromes zählen normalerweise 148.000 Quadratkilometer. Doch in den vergangenen Jahren hat sich die Elbe verändert: So folgte auf die Jahrhundertflut 2002 im Jahr 2003 eine Trockenperiode. Und in diesem Jahr führt der Fluss wieder Hochwasser.

Allein an Elbe und Mulde wurden im Sommer 2002 die Schäden der Flutkatastrophe in Deutschland auf eine Summe zwischen 20 bis 30 Milliarden Euro beziffert. Betroffen davon waren vor allem Menschen, die an den Ufern lebten. Sie sahen nicht nur Möbel und Erinnerungen davontreiben, als das Wasser kam, sondern ihre gesamte Existenz.

Sicher ist: Grund für die ungewöhnlichen Wasserstände der Elbe ist der Klimawandel. Denn durch die Erwärmung der Atmosphäre - verursacht durch Treibhausgase - verdunstet immer mehr Wasser. Die Auswirkungen spiegeln sich seit längerem in Wetterextremen wider: Gewaltige Stürme, Dürreperioden, Starkregen. Das wirkt sich auch auf die Flüsse aus. Zudem hat sich über Jahre der natürliche Lauf der Flüsse verändert, so dass ursprüngliche Überflutungsgebiete wie etwa die Elbauen fehlen.

Die Fahrt des symbolischen Eisberges soll nun auf aufklären und informieren, zugleich jedoch Klimazeugen, Leidtragenden der Jahrhundertflut etwa, eine Möglichkeit geben, über das Erlebte zu berichten. Zusätzlich gibt es eine Ausstellung über den Klimawandel und einen Malwettbewerb für Kinder und Jugendliche.

Zu den weiteren Stationen der Fahrt zählen unter anderem Dessau, Magdeburg, Wittenberge, Hitzacker und Hamburg. Sie sind zugleich die Heimatstädte der ehrenamtlichen Greenpeace-Gruppen, die sich zu dem Projekt zusammengeschlossen haben.

(Autorin: Cindy Roitsch)

Online-Mitmachaktion

https://act.greenpeace.de/mobbing-klagen-stoppen

Mobbing-Klagen stoppen

Greenpeace USA soll 660 Millionen Dollar "Schadensersatz" an Energy Transfer zahlen! So genannte SLAPP-Klagen gefährden unser Recht auf Meinungsfreiheit. Deutschland muss jetzt ein Anti-SLAPP-Gesetz erlassen.

Petition unterzeichnen
0%
vom Ziel erreicht
0
haben mitgemacht
0%
Rally against Corporations Trying to Sue Critics into Silence in Oakland

Mehr zum Thema

Portrait of Sarah Zitterbarth

“Für Europa kann das ein Katalysator sein”

Per Dekret ordnet US-Präsident Donald Trump den Austritt der USA aus einer Reihe internationaler Abkommen an. Was bedeutet das für Klimaschutz weltweit? Ein Interview mit Greenpeace Klimaexpertin Sarah Zitterbarth.

mehr erfahren über “Für Europa kann das ein Katalysator sein”
Vor dem Bundesverfassungsgericht präsentieren mehrere Kläger:innen Klimaschutz-Banner und die Zahl der Zukunftskläger:innen: 54.000

Klimawissenschaft unterstützt Zukunftsklage

Greenpeace und Germanwatch haben gemeinsam mit über 54.000 Mitkläger:innen Klima-Verfassungsbeschwerden eingereicht. Die Bundesregierung ignoriert wissenschaftliche Erkenntnisse und lehnt die Klimaklagen ab.

mehr erfahren über Klimawissenschaft unterstützt Zukunftsklage
Gletscherschmelze: der Gurgler 1932 - 2025

Gletscherschmelze: Berge ohne Eis

Neue erschreckende Bilder zeigen, wie die Erderhitzung Gletscher in Deutschland, Österreich und der Schweiz zerstört.

mehr erfahren über Gletscherschmelze: Berge ohne Eis
Protest in Dry River in the Amazon in Brazil

Dürre Zeiten

In Europa und weltweit leiden immer mehr Regionen an Trockenheit. Heiße Sommer lassen Böden, Wälder und Gewässer leiden, auch andere Jahreszeiten bleiben inzwischen oft zu trocken.

mehr erfahren über Dürre Zeiten
Martin Kaiser, Executive Director of Greenpeace Germany

Scheinsieg der Fossilen

Die UN-Klimakonferenz gab keine Antwort, wie wir schneller CO2-Emissionen senken und den Amazonas retten können. Und doch sieht Martin Kaiser, geschäftsführender Vorstand bei Greenpeace, Fortschritte.

mehr erfahren über Scheinsieg der Fossilen
Flut in Günzburg 2.6.24

Extremwetter - Wetterextreme

Überschwemmungen, Stürme und Dürren werden immer schlimmer. Im Sommer 2024 versank Europa mehrfach in sogenannten "Jahrhundertfluten", die Zahl der Hitzetoten steigt. Die Klimakrise ist längst da.

mehr erfahren über Extremwetter - Wetterextreme