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Heute hat der Klimaschutz gewonnen, sagte Wolfgang Lohbeck, Klima-Experte von Greenpeace, bei der Enthüllung des Cola-Kühlers in Berlin. Wir gratulieren Coca-Cola zu diesem Schritt und freuen uns, dass unsere Kampagne so erfolgreich ist. Die Einsicht hat gesiegt, dass wir alle im selben Klima-Boot sitzen. Wir könnten viel mehr für die Umwelt erreichen, wenn alle Konzerne so einsichtig auf Kritik reagierten und weniger blockierten.

Bei Hauskühlschränken hat sich die Greenfreeze-Technik von Greenpeace mit 140 Millionen verkauften Exemplaren weltweit als Standard durchgesetzt. Greenpeace führte die Kühlschränke mit der neuen Technik 1993 zuerst in Deutschland ein. Seitdem werden sie gegen heftige Widerstände besonders der chemischen Industrie verbreitet.

Durch technische Entwicklungen, die Coca-Cola vorantrieb, kann nun auch eine große Menge gewerblicher Kühlgeräte mit natürlichen Kältemitteln arbeiten. Das ist ein großer Erfolg zum Schutz des Klimas, denn der Einfluss von CO2 auf die Erwärmung der Erdatmosphäre ist um mehr als das Dreitausendfache geringer als der von FKW. Wenn die Praxistests mit dem neuen Kühler erfolgreich sind, wird Coca-Cola nach und nach weltweit fast neun Millionen Geräte austauschen. Greenpeace hatte Coca-Cola als einen der Hauptsponsoren der so genannten ökologischen Olympischen Spiele 2000 in Sydney angegriffen, weil der Konzern damals FKW-gekühlte Verkaufsgeräte einsetzte. Nach mehreren Jahren Auseinandersetzung verpflichteten sich Coca-Cola, Unilever Ice Cream und McDonald's vergangenes Jahr gemeinsam, sich von FKW-haltigen Kühlgeräten zu verabschieden.

Unilever kauft nur noch FKW-freie Eistruhen, McDonald's will seine 30.000 Restaurants umrüsten. Diese Entscheidungen beziehen auch zahlreiche Zulieferer ein. Durch das neue Angebot der Zulieferer wird der Wechsel für andere Konzerne nun wesentlich einfacher.

Diese Initiative muss weitere Nachahmer finden. Was ist mit Pepsi, Nestlé oder Burger King? Auch diese Konzerne müssen mitziehen, damit FKW vom Markt verschwinden, fordert Lohbeck. Regierungen können dies beschleunigen, indem sie FKW endlich verbieten.

FKW sind synthetische Gase, die die chemische Industrie vor rund 15 Jahren als Ersatz für die Flurchlorkohlenwasserstoffe (FCKW) auf den Markt brachte. FCKW zerstören die Ozonschicht und wurden deswegen als Kühlmittel verboten. FKW hingegen erzeugen in Deutschland einen ähnlich großen Treibhauseffekt wie der gesamte LKW-Verkehr. (Autorin: Ute Szczepanski)

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