Jetzt spenden

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

Wie notwendig die Erinnerung war, hat die IWC am letzten Tag ihres Treffens selber noch einmal bewiesen: Die Resolution zur Reduzierung des Beifangs wurde wegen Aussichtslosigkeit zurückgezogen. Ein Skandal! empörte sich Greenpeace-Meeresbiologin Andrea Cederquist. Hier wird akzeptiert, dass Delfine und Wale zu Hunderttausenden tot oder sterbend über Bord geworfen werden.

Die drei verendeten Schweinswale, die Greenpeace den IWC-Delegierten präsentiert hat, stehen beispielhaft für das massenhafte Sterben in den Meeren. Allein in den Stellnetzen der dänischen Fischer, die zusammen eine Länge von 5.000 bis 10.000 Kilometern ergeben, ertrinken jedes Jahr 7.000 der kleinen Wale. Mit ihrem Echolot-Ortungssystem können die Tiere die aus feinem reißfestem Nylongarn bestehenden Netze nicht erkennen. Sie verfangen sich darin und kommen nicht mehr frei. Mittlerweile sind Schweinswale in der Ostsee vom Aussterben bedroht.

Den tödlichen zufälligen Beifang zu verhindern, wird eine der Aufgaben des neuen Komitees sein, dessen Gründung am ersten Konferenztag mit der Berlin Initiative beschlossen wurde. Der IWC bietet sich damit die Chance zur Neuorientierung. Bisher hat die Kommission sich ausschließlich um die Großwale als Ressource für die Jagd gekümmert. Jetzt hat sie sich den Schutz aller Wale, auch der Kleinwale und Delfine, auf die Fahnen geschrieben. Das zumindest ist als großer Erfolg der diesjährigen IWC-Tagung zu bewerten.

Dem täglichen qualvollen Walsterben darf nicht mehr tatenlos zugesehen werden, betonte auch Cederquist noch einmal. In den nächsten Monaten müssen Schutzmaßnahmen ergriffen und Zeitschienen festgelegt werden, damit die dramatische Anzahl getöteter Wale endlich reduziert wird. Die Walschutzländer müssen ausreichend Geld zur Verfügung stellen, um die Umsetzung der Schutzmaßnahmen zu garantieren. (sit)

Ausführliche Informationen zur IWC und zu Walen finden Sie auf unseren Themenseiten

Online-Mitmachaktion

https://act.greenpeace.de/echter-meeresschutz-jetzt-w

Echter Schutz für mindestens 30% unserer Ozeane!

Das Herz unseres Planeten ist in Gefahr! Trotz neuem UN-Schutzabkommen bedrohen Überfischung und Tiefsee-Bergbau unsere Ozeane. Ein Vertrag allein rettet keine Wale – wir müssen jetzt Druck machen! Unterschreibe auch du die Petition „Mission 30x30: Lebensraum Meer“ Danke!

Jetzt unterzeichnen
0%
vom Ziel erreicht
0
haben mitgemacht
0%
Rescue Operation for a Stranded Humpback Whale in the Baltic Sea

Mehr zum Thema

Rescue operation for a stranded humpback whale in the Baltic Sea - March 28

Verirrter Buckelwal in der Ostsee

Ein Buckelwal strandete vor Timmendorfer Strand und rang um sein Leben. Zwischenzeitlich konnte er sich befreien, aktuell befindet er sich in der Wismarer Bucht.

mehr erfahren über Verirrter Buckelwal in der Ostsee
Zwei Aktive von Greenpeace mit Banner "Stoppt den Tiefseebergbau" und pinker Krake vor dem Reichstagsgebäude in Berlin

Raubbau an der Tiefsee

Bei den Verhandlungen der Internationalen Meeresbodenbehörde (ISA) zum Tiefseebergbau im März 2026 gab es gemischte Signale.

mehr erfahren über Raubbau an der Tiefsee
Sea Anemone (Urticina crassicornis) in the Arctic

Kritische Rohstoffe: Tiefseeraubbau unnötig

Kritische Mineralien sind rar. Trotzdem braucht es für die Energiewende keine Ausbeutung der Tiefsee, das zeigt eine neue Studie im Auftrag von Greenpeace.

mehr erfahren über Kritische Rohstoffe: Tiefseeraubbau unnötig
Greenpeace-Meeresexpertin Franziska Saalmann mit Fernglas auf der Schiffsbrücke

Einsatz für Tiefseeschutz

Erneut war Greenpeace mit dem Schiff Witness in der Arktis unterwegs, um das von Norwegen für Tiefseebergbau vorgesehene Gebiet zu untersuchen und sich für seinen Schutz einzusetzen.

mehr erfahren über Einsatz für Tiefseeschutz
Aktivisti protestieren vor einem Tiefseebergbauindustrieschiff

Ein Konzern auf Beutezug in der Tiefsee

Was wie ein Politthriller klingt, ist bittere Realität: Die Tiefsee ist Zielscheibe eines Konzerns, der keine Skrupel kennt – The Metals Company.

mehr erfahren über Ein Konzern auf Beutezug in der Tiefsee
Walflosse ragt aus dem Ozean

Norwegen stoppt vorerst Tiefseebergbau - Wale in der Arktis atmen auf

Die Norwegische See ist ein Hotspot der Artenvielfalt. Nach starkem Protest stellt Norwegen seine Tiefseebergbau-Pläne vorerst ein. Dies ist auch ein wichtiger Erfolg für die Wale der Arktis. Ihr Schutz ist dennoch noch nicht dauerhaft gesichert.

mehr erfahren über Norwegen stoppt vorerst Tiefseebergbau - Wale in der Arktis atmen auf