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150 Greenpeacer und Unterstützer ziehen mit Fackeln zum Christiansborg-Palast, Dezember 2009
Ana Carla Martinez / Greenpeace

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Der Christiansborg-Palast ist Sitz des dänischen Parlaments und des dänischen Obersten Gerichtshofs. Dorthin lädt die Königin bei öffentlichen Empfängen, dort befindet sich auch das Büro des Premierministers.

Juantxo, Nora, Christian und Joris sollen bis zum 7. Januar ohne Verfahren festgehalten werden. In dänischen Gefängnissen sitzen derzeit auch noch zehn weitere Klimaschützer ein, die während des Klimagipfels ein stärkeres Engagement der versammelten Politiker forderten.

In deutschen Städten setzen Greenpeace-Ehrenamtliche ihren Protest vor Botschaft und Konsulaten fort. Auch Sie können uns unterstützen - einfach online. Schreiben Sie an den dänischen Botschafter in Berlin und fordern Sie die Freilassung der vier friedlichen Klimaschützer.*

Update 29. Dezember: Vor der dänischen Botschaft und zahlreichen dänischen Konsulaten finden weiterhin Mahnwachen statt. In rund zehn Städten protestieren Greenpeace-Aktivisten seit dem 23. Dezember mit Lichtern, Protestnoten und Plakaten gegen die Inhaftierung der vier Greenpeacer in Kopenhagen.

Update 27. Dezember: Vor vielen dänischen Konsulaten in Deutschland haben über Weihnachten Mahnlichter gebrannt. Greenpeace-Aktivisten haben sie aufgestellt, um an die im Kopenhagener Gefängnis festgehaltenen Greenpeacer zu erinnern.

Die inhaftierten Aktivist/innen hatten gegen Ende des UN-Klimagipfels friedlich gegen die Untätigkeit der internationalen Spitzenpolitiker protestiert. Seit dem 18. Dezember werden sie in Untersuchungshaft gehalten. Ein völlig unverhältnismäßiges Vorgehen, gemessen am schändlichen Versagen der Politiker und der Friedfertigkeit des Protests. Zudem besteht bei keinem der Klimaschützer auch nur die geringste Gefahr, dass sie sich dem kommenden Verfahren entziehen könnten.

Update Mittwochabend, 23. Dezember: Die Greenpeace-Aktivisten, die friedlich auf einem Staatsbankett in Kopenhagen demonstriert haben, bleiben über Weihnachten in Haft. Der dänische Oberste Gerichtshof hat die Rechtsbeschwerden von Greenpeace abgewiesen. Die Unverhältnismäßigkeit dieser Entscheidung springt ins Gesicht. Diejenigen, die die Zukunft unserer Kinder schützen sollten, haben versagt und sich davongemacht. Diejenigen, die sie an ihren Auftrag erinnert haben, sitzen im Gefängnis.

Update Mittwochmittag: Greenpeace hat heute bei der dänischen Botschaft gegen die Inhaftierung der vier Aktivisten protestiert. Der stellvertretende dänische Botschafter Kim Vinthen nahm die Protestnote entgegen. Er sagte zu, sie noch am selben Tag an seine Regierung weiterzuleiten, damit die Angelegenheit rasch geklärt werde.

Die Schuldigen gehen, die Klimaschützer bleiben - im Gefängnis

20. Dezember 2009 - Verkehrte Welt in Kopenhagen: Die internationale Politikerprominenz hat den Schauplatz ihres Versagens verlassen. Zurück bleiben die Greenpeace-Aktivisten im Gefängnis Vestre Fængsel. Ihre Kinder werden Weihnachten ohne sie ‚feiern‘ müssen. Die Klimaschützer werden ohne Verfahren in Einzelhaft gehalten. Greenpeace forderte gestern mit einer Mahnwache vor dem Gefängnis ihre sofortige Freilassung.

Die Königin lud zum Dinner und Gäste kamen reichlich – nicht nur geladene. Greenpeace-Aktivisten gelang es, sich unter die illustre Schar der Regierungschefs vor dem dänischen Parlament zu mischen. Das war am 18. Dezember und die Revanche des dänischen Staates ist hart: Die drei Aktivisten sollen voraussichtlich bis zum 7. Januar inhaftiert bleiben. Ebenso ein vierter, der Greenpeace-Klimaexperte Joris Thijssen. Er wurde gestern festgenommen.

Kumi Naidoo, internationaler Greenpeace-Geschäftsführer, äußerte sich empört über das Vorgehen der dänischen Behörden. Über 120 Regierungschefs haben eine historische Chance verschleudert. Sie haben Kopenhagen zum Schauplatz eines Klimaverbrechens gemacht. Die Schuldigen machen sich jetzt in ihren Privatjets davon. Vier friedliche Demonstranten dagegen werden ohne Verfahren festgehalten. Ihre Familien werden ein freudloses Fest verbringen, während sie in Einzelhaft brüten müssen. Weil sie sich friedlich für den Klimaschutz stark gemacht haben. Weil sie für hunderte Millionen Menschen aufgestanden sind, die schwer unter der Klimakatastrophe leiden werden.

Die drei ‘Bankett-Teilnehmer’ hatten sich mit einer eigenen Wagenkolonne in den Konvoi der geladenen Spitzenpolitiker eingereiht. Direkt vor Hillary Clinton stiegen sie aus und betraten den roten Teppich. Sie entrollten Banner mit der Forderung, endlich zu handeln statt zu reden.

Juan Lopez de Uralde, Geschäftsführer von Greenpeace Spanien, übernahm bei der Gala-Aktion den Part eines Staatsoberhauptes. Er hat eine 13-jährige Tochter und einen 9-jährigen Sohn. Seine Gattin spielte Nora Christiansen. Sie ist gebürtige Norwegerin, lebt seit zehn Jahren in Dänemark und ist seit ihrer Jugend in der Umweltbewegung aktiv. Auch Christiansen hat zwei Kinder. Der Dritte im Bunde war der Schweizer Greenpeace-Aktivist Chrigi. Er hat einen einjährigen Sohn.

 

*Anmerkung der Redaktion: Die Petition wurde erfolgreich beendet. Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!

  • Protest vor der dänischen Botschaft für Freilassung der inhaftierten Greenpeacer, Dezember 2009

    Protest vor der Botschaft

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  • Die Greenpeace-Delegation

    Die Greenpeace-Delegation

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  • Stefan Krug übergibt Protestnote gegen Inhaftierung von Greenpeacern an den dänischen Botschafter, Dezember 2009

    Protestnote

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  • Mahnwache mit Kerzen vor dem Gefängnis in Kopenhagen, Dezember 2009

    Mahnwache vor Gefängnis

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  • Kumi Naidoo bei der Mahnwache in Kopenhagen, Dezember 2009

    Kumi Naidoo bei der Mahnwache

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  • Über 100 Aktivisten mit Kerzen fordern in Kopenhagen die Freilassung inhaftierter Greenpeacer, Dezember 2009

    Über 100 Unterstützer

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  • Mahnlichter vor dänischen Konsulaten

    Mahnlichter

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  • Mahnlichter vor dänischen Botschaften

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  • Mahnlichter vor dänischen Botschaften

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  • Mahnlichter vor dänischen Botschaften

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  • Mahnlichter vor dänischen Botschaften

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  • Mahnlichter vor dänischen Botschaften

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Online-Mitmachaktion

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Mobbing-Klagen stoppen

Greenpeace USA soll 660 Millionen Dollar "Schadensersatz" an Energy Transfer zahlen! So genannte SLAPP-Klagen gefährden unser Recht auf Meinungsfreiheit. Deutschland muss jetzt ein Anti-SLAPP-Gesetz erlassen.

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