Skip to main content
Jetzt spenden
Erfolgsgeschichte Greenfreeze
Ali Paczensky / Greenpeace

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

Über lange Jahre wurde die Ozonschicht in 20 Kilometern über der Erde immer mehr zerstört. Das war nicht nur eine Gefahr für das natürliche Gleichgewicht, sondern auch eine direkte Bedrohung für die Menschen. Die Ozonschicht war durchlässiger und so gelangten mehr schädliche UV-Strahlen von der Sonne auf die Erde. Viele Menschen erkrankten in der Folge an Hautkrebs.

Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW) waren der Grund für die dünnere Ozonschicht und das Ozonloch. Das synthetische Gas wurde vor allem als Treibsubstanz in Spraydosen und als Kältemittel verwendet. 1987 wurden FCKW im Protokoll von Montreal verboten, allerdings mit extrem langen Übergangsfristen. In vielen Kälte- oder Autoklimaanlagen wurde FCKW aber einfach weiterhin verwendet oder durch andere, ebenfalls schädliche FKW-Gase ersetzt.

Auch heute, 25 Jahre nach dem historischen Verbot der ersten FCKW durch das Montreal-Protokoll, ist kaum die Hälfte der FCKW durch andere Stoffe ersetzt, sagt Wolfgang Lohbeck, Verkehrsexperte bei Greenpeace. Sie dürfen infolge verschiedener Ausnahmeregelungen noch Jahrzehnte eingesetzt werden.

Greenfreeze: Kühlschrank-Revolution dank neuer Kühltechnologie von Greenpeace

Greenpeace arbeitete schon 1992 mit der Firma dkk Scharfenstein/ FORON zusammen, um Prototypen des ersten FCKW- und FKW-freien Kühlschranks zu produzieren. Die Geschichte des entstandenen Greenfreeze ist eine Erfolgsgeschichte. 1993 verließ der erste Kühlschrank dieser Art das Werk. Schon kurz darauf zogen die großen Hersteller nach und stellten auch ihre Geräte auf die neue Technologie um.

Trotzdem ist das Problem der fluorierten Gase nach wie vor nicht gelöst. Noch immer kommen neue FKW- und H-FCKW Substanzen auf den Markt und werden beispielsweise in Autoklimaanlagen eingesetzt. Die chemische Industrie hat erreicht, was sie erreichen wollte, so Lohbeck. Und sie verdient weiterhin gut an diesen Substanzen, die nach wie vor in Autoklimaanlagen, Kälteanlagen etc. eingesetzt werden. Erst wenn alle FCKW aus der Luft verschwunden sind, wird die Zerstörung der Ozonschicht enden. Das wird aber noch einige Jahrzehnte dauern.

Hier finden Sie mehr Informationen zu Greenfreeze und dessen Nachfolger SolarChill.

  • SolarChill in Kenia

    SolarChill in Kenia

    Überspringe die Bildergalerie
Ende der Gallerie

Mehr zum Thema

Schmelzendes Meereis bei Grönland 07/30/2009

Arktis bald ohne Eis?

  • 26.09.2022

Für das Meereis in der Nordpolarregion ist keine Erholung in Sicht. Der diesjährige Tiefstand: 4,79 Millionen Quadratkilometer.

mehr erfahren
Aktion zu Taxononomie vor der Europäische Kommission in Brussels

EU-Taxonomie-Klage

  • 19.09.2022

Gas und Atomkraft sind nicht nachhaltig. Deswegen klagt Greenpeace jetzt gegen die EU-Taxonomie, die Investitionen in Gas- und Atomenergie als „grün“ labelt. Denn das verstößt gegen EU-Recht.

mehr erfahren
Die KlimaSeniorinnen bei einer Protestaktion vor einem Gletscher

Berge ohne Eis: Die Gletscher schmelzen

  • 09.09.2022

Weltweit nimmt die Geschwindigkeit der Gletscherschmelze zu. In der Schweiz protestierten jetzt die Klimaseniorinnen mit einem überdimensionalen Pflaster gegen diese Folge der Klimakrise.

mehr erfahren
In der Sächsischen Schweiz löschen Einsatzkräfte den Waldbrand

Sächsische Schweiz: Erst die Flut, nun die Brände

  • 12.08.2022

Was die Menschen rund um den Nationalpark Sächsische Schweiz binnen eines Jahres erleben müssen, lässt sich nur mit einem Wort beschreiben: Klimakrise. Ein Greenpeace Lagebericht.

mehr erfahren
Drought in Northern Italy

Mitten in der Klimakrise

  • 03.08.2022

Dürre, Hitze und Brände: Die Klimakrise ist längst in der Mitte Europas angekommen und hinterlässt ihre Spuren. Greenpeace-Aktivist:innen bereisten in der letzten Juliwoche Norditalien und Österreich.

mehr erfahren
Martin Kaiser, Executive Director of Greenpeace Germany

Martin Kaiser zur Reise mit Annalena Baerbock

  • 13.07.2022

Greenpeace-Deutschland-Geschäftsführer Martin Kaiser begleitete mit Vertreter:innen weiterer Nichtregierungsorganisationen Außenministerin Annalena Baerbock nach Asien. Ein Interview und Resümee.

mehr erfahren