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Klimaaktion auf der Copacabana

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Bislang ist nichts Wesentliches über die Diskussionen im Weltklimarat durchgesickert. Die Wissenschaftler tagen hinter verschlossenen Türen. Wie es heißt, ringen sie um jede Zeile. Das ist bei Delegationen aus über 100 Ländern nicht verwunderlich: Der IPPC-Bericht ist die Leitlinie für die Klimaschutzpolitik der Regierungen.

Dass die Lage ernst ist, wissen wir. Führende Klimaexperten machen kein Hehl aus ihrer Besorgnis. Der Klimawandel findet bereits statt. Gelingt es uns nicht, die globale Erwärmung auf maximal zwei Grad Celsius zu begrenzen, so werden die Folgen voraussichtlich unkontrollierbar sein.

Weltweit schmelzen die Gletscher. Der Meeresspiegel steigt. Regelmäßige saisonale Ereignisse wie der Monsun in Asien oder die Regenzeiten in Afrika - früher fast auf den Tag vorhersehbar - werden immer unberechenbarer. Ganze Ökosysteme verschwinden, Arten sterben aus. Überschwemmungen, Dürreperioden, immer heftigere Stürme bedrohen die Menschen. Hunderte Millionen sind klimabedingt von Hungersnöten, Krankheiten, Obdachlosigkeit bedroht.

{image_r}Aktivisten des brasilianischen Greenpeace-Büros haben am Donnerstag anschaulich gezeigt, wie das Steigen des Meeresspiegels sich auf Rio de Janeiro auswirken kann. Die Stadt gehört zu den gefährdetsten des Landes. Die Greenpeacer legten das Banner in Form einer 40 Meter langen Messlatte am Strand von Copacabana aus. Das Ende der Messlatte markierte den Pegel im Jahr 2100: Der Strand ist zum größten Teil verschwunden. Das Meer steht dicht vor der bebauten Küstenlinie.

Am 17. April will sich auf Initiative Großbritanniens erstmals auch der Weltsicherheitsrat mit dem Klimawandel befassen. Grundlage ist der Gedanke, dass zu den vorhandenen Auslösern für Konflikte weitere hinzukommen könnten: Krieg um Wasser, um fruchtbares Ackerland und Nahrung. Die britische Regierung schätzt, dass bis zur Mitte des Jahrhunderts rund 200 Millionen Klimaflüchtlinge auf der Suche nach einer neuen bewohnbaren Heimat sein könnten.

Niemand, sagt auch Greenpeace-Klimaexpertin Gabriela von Goerne, könne heute noch die Augen davor verschließen, dass der Klimawandel unsere Lebensräume, unsere Wälder, Meere und Eisregionen bedrohe. Aber noch hätten wir die Chance, die Notbremse zu ziehen.

Notbremse bedeutet, auf Erneuerbare Energien, Energieeffizienz und Urwaldschutz zu setzen. Warum fangen die Politiker der Welt, warum fängt Frau Merkel nicht endlich an? Mit einem Verbot neuer Braunkohlekraftwerke! Wir haben nur diese eine Welt. Wir können es uns nicht leisten, sie kurzfristigen Öl- und Kohleinteressen zu opfern.

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Hintergrund Klimaschutz

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