Jetzt spenden
Anti-Kohle-Protest in Queensland, August 2009
Hamilton / Greenpeace

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

Von Dienstag bis Donnerstag tagten die Regierungschefs Australiens, Neuseelands und verschiedener pazifischer Inselstaaten im australischen Cairns auf dem Pacific Islands Forum. Herausgekommen ist eine Abschlusserklärung mit sehr vagen Klimaschutzzielen. Den Kongress in Cairns begleiteten Greenpeace-Aktivisten über die gesamte Verhandlungsdauer mit einer Protestaktion. Kletterer enterten in Australiens größtem Kohle-Exporthafen Hay Point Coal einen 50 Meter hohen Kohleverlader und brachten die Arbeit mit dem Gerät zum Stillstand. Ab Donnerstag unterstützte sie dabei das Greenpeace-Schiff Esperanza, indem sie vor dem Kohleverladeplatz ankerte. Der Transport der Kohle aus dem Hafen war damit unmöglich. Die Forderung der Aktivisten: Der australische Premierminister Kevin Rudd müsse eine klare Zusage geben, Australiens Hauptbeitrag zum Klimawandel zu beenden - den Kohleexport.

Australien ist der größte Kohleexporteur weltweit. Auch in Deutschland wird australische Kohle verfeuert. Dabei verursacht die Verbrennung von Kohle einen messbaren Anstieg des klimaschädlichen Gases Kohlendioxid (CO2) in der Atmosphäre. Auch in Deutschland stehen zu viele Kohlekraftwerke. Greenpeace-Klimaexpertin Anike Peters hierzu: „Angela Merkel muss als deutsche Regierungschefin den Klimaschutz vorantreiben und für die internationalen Klimaverhandlungen in Kopenhagen im Dezember eine Führungsposition übernehmen.“

Zu wenig, um die kleinen Inselstaaten vor dem Untergang zu retten. Diese haben schon heute mit der Erderwärmung und dem daraus resultierenden Anstieg des Meeresspiegels zu kämpfen. So zum Beispiel die Cookinseln.

In seiner Abschlusserklärung hat das Pazific Islands Forum auch auf die Verhandlungen in Kopenhagen verwiesen. Umso wichtiger, dass dort klare Vereinbarungen im Kampf gegen den Klimawandel getroffen werden. Peters fordert die deutsche Regierung auf, ihren Teil zum Erfolg beizutragen:

Das Leiden der Menschen im Pazifik und anderen Regionen, wo der Klimawandel schon heute bittere Realität ist, muss begrenzt werden. Frau Merkel muss im eigenen Land mit gutem Beispiel vorangehen und den versprochenen Reduktionszielen auch Taten folgen lassen. In ihrem Wahlprogramm versprechen CDU und CSU, bis 2020 den CO2-Ausstoß in Deutschland im Vergleich zu 1990 um 40 Prozent zu senken. Trotzdem sind derzeit in Deutschland 29 neue Kohlekraftwerke im Bau und in Planung. Klimaschutz und der Bau neuer Kohlekraftwerke sind miteinander unvereinbar. Wenn Angela Merkel Klimaschutz zur Chefsache macht, dann muss sie den Bau neuer Kohlekraftwerke stoppen. Nur so können die Folgen des Klimawandels begrenzt werden. Mit dem Bau der 29 neuen Kraftwerke, würde es unmöglich, den CO2-Ausstoß tatsächlich entsprechend zu senken.

  • Anti-Kohle-Protest in Queensland, August 2009

    Protest in Queensland

    Überspringe die Bildergalerie
Ende der Gallerie
Studie: Die wahren Kosten der Kohle

Studie: Die wahren Kosten der Kohle

Anzahl Seiten: 92

Dateigröße: 1.75 MB

Herunterladen

Online-Mitmachaktion

https://act.greenpeace.de/bigtech

Für eine bessere digitale Zukunft

Eine Handvoll Tech-Konzerne kontrolliert unser digitales Leben – mit fatalen Folgen für Demokratie, Privatsphäre und Klima. Wir holen uns das Internet zurück.

Ich bin dabei
Rosa Wolken mit Glitches

Mehr zum Thema

Kajaks, Kanus und Schwimmer:innen im Wasser, auf einem schwimmenden Banner steht: Klimakrise ist Fluchtgrund!

Wenn die Klimakrise zur Flucht zwingt

Klimawandel und Umweltzerstörung sind schon heute oft ein Auslöser für Flucht und Abwanderung. Kürzungen bei der Entwicklungshilfe verschärfen das Problem. Es ist Zeit, zu handeln!

mehr erfahren über Wenn die Klimakrise zur Flucht zwingt
Flut in Günzburg 2.6.24

Extremwetter - Wetterextreme

Die Meere werden immer wärmer, die Jahre auch. Überschwemmungen, Stürme und Dürren deshalb immer schlimmer. Immer mehr Hitzetote und „Jahrhundertfluten“ im Jahrestakt: Die Klimakrise ist längst da.

mehr erfahren über Extremwetter - Wetterextreme
Protest vor dem AWS-Summit

AWS & Co.: Die Macht hinter der Cloud

Wer die Cloud kontrolliert, kontrolliert uns alle. Greenpeace fordert faire Standards für digitale Infrastruktur – für Klima und Demokratie.

mehr erfahren über AWS & Co.: Die Macht hinter der Cloud
Floods in Homa Bay County in Kenya

Riesige Klimaschäden durch Superreiche

Neuer Greenpeace-Report: 0,01 Prozent der reichsten Menschen der Welt erzeugen durch ihre Investitionen Klimaschäden von 1.000 Milliarden US-Dollar. Wie Superreiche die Klimakrise massiv verschärfen.

mehr erfahren über Riesige Klimaschäden durch Superreiche
Hitzewelle in Bordeaux, Frankreich, Sommer 2020: Menschen spazieren im Wasser.

7 Tipps gegen die Hitze

Die Klimakrise ist da, die Sommer werden immer heißer. Vor allem Städte werden im Sommer oft zu glühenden Backöfen. Hier ein paar Tipps, wie unsere Städte und wir besser durch die heißen Tage kommen.

mehr erfahren über 7 Tipps gegen die Hitze
Links: Korallenbleiche, rechts: Die Korallen vor der Bleiche

El Niño und die Klimakrise

Durch die zu erwartende El-Niño-Periode könnten 2026/27 die mit Abstand heißesten Jahre seit Beginn der Wetteraufzeichnungen werden. Was das bedeutet.

mehr erfahren über El Niño und die Klimakrise