Jetzt spenden
Spur im Sand
Jeremy Sutton-Hibbert / Greenpeace

Wir leben auf zu großem Fuß

Jede:r Deutsche verursacht einen zehnmal größeren CO2-Ausstoß als die Erde verkraftet. Dabei ist CO2-Sparen ganz einfach.

Eine Tonne Kohlendioxid jährlich pro Kopf – das ist die Richtschnur, an die wir uns halten müssen, wenn wir Umwelt und Klima auch für kommende Generationen schützen wollen. Soviel dürfte eigentlich jeder Mensch auf der Welt ausstoßen, ohne dass es zur Klimakatatsrophe kommt. In Deutschland verursacht jeder Mensch zurzeit aber durchschnittlich 10,5 Tonnen. (Zahlen vom BMUV 2023)

Die Spuren von Energie, Konsum, Mobilität

Alleine Heizen und Strom bringen 2,5 Tonnen hervor. Auf den privaten Konsum entfallen 2,9 Tonnen, unter anderem durch den Verbrauch von Textilien, Elektroartikeln oder Möbeln. Und2,2 Tonnen CO2 stammen aus dem Verkehrsbereich - Flugreisen, aber auch Autos, die immer noch zu viel Benzin verbrauchen, heizen das Klima auf.

Durch die Infrastruktur - unsere Straßen, Krankenhäuser, Schulen - entfallen auf jede:n Bundesbürger:in derzeit über 1,2 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr. Hinzu kommen die Treibhausgase, die bei der Ernährung anfallen, derzeit  durchschnittlich 1,8 Tonnen pro Jahr und Bundesbürger. Mit weniger Fleisch, regionalen Produkten und einem Verbot von Kunstdünger könnte hier schnell an treibhausgasen gespart werden. 

CO2 sparen mit Gewinn

Das sind Durchschnittswerte - die persönliche CO2-Bilanz schwankt enorm. Manche Menschen verbrauchen 25 Tonnen - mehr als das Doppelte -, andere kommen schon heute mit der Hälfte aus. Allen gemeinsam ist: Wir können uns ändern. Oft ist es die Summe kleiner Veränderungen an ganz unterschiedlichen Stellen, die zu Umbrüchen führt - Bürger, die nachhaltige Lebensstile und umweltfreundliches Verhalten entdecken und vorleben. Einzelne, die sich dem Konsumterror entziehen, die ihren persönlichen Alltag entschleunigen und sich vom Überfluss befreien:

Zu einem Ökostromanbieter wechseln, Carsharing nutzen statt ein eigenes Auto zu besitzen. Den Urlaub in der Nähe genießen und weniger tierische Produkte essen. So kann jeder mit etwas gutem Willen sofort seinen jährlichen Kohlendioxidausstoß um mehrere Tonnen senken.

Für die Energiewende Dampf machen

Kommt dann noch der gesellschaftliche Wandel hinzu, bauen wir unser Energiesystem um und setzen auf effiziente Energienutzung, können wir bis 2030 auch die Emissionen bei der Energiebereitstellung und beim Heizen drastisch senken: auf insgesamt 4,7 Tonnen. Das wären fast zwei Drittel Treibhausgase weniger als derzeit!

Darum: Wer sich seiner eigenen CO2-Bilanz bewusst ist, kann gezielt an den entscheidenden Stellschrauben drehen. Es ist die Summe kleiner Veränderungen, die zu großen Umbrüchen führt. Leben Sie Klimaschutz vor! 

Tipps zum Klimaschutz im Alltag

Wie kann man am besten CO2 einsparen? Wie viel bringt welche Maßnahme? Hier sind zehn Tipps, die für den Klimaschutz wirklich wichtig sind. Machen Sie mit!

Tipps Klimaschutz

Greenpeace Deutschland: Klimaziel 2030

Zwei Menschen auf Fahrrädern auf einem Radweg

Greenpeace Deutschland möchte die Emissionen bis 2030 auf Null zu reduzieren.

mehr erfahren

Mehr zum Thema

Kajaks, Kanus und Schwimmer:innen im Wasser, auf einem schwimmenden Banner steht: Klimakrise ist Fluchtgrund!
  • 20.06.2024

Klimawandel und Umweltzerstörung sind schon heute oft ein Auslöser für Flucht und Abwanderung. Das Problem klein reden hilft nicht. Es ist Zeit, zu handeln!

mehr erfahren
Flut in Reichertshofen 2.6.24
  • 07.06.2024

Die Überflutungen sind eine Folge der Klimakrise - und der Versäumnisse von Markus Söder (CSU) und Hubert Aiwanger (Freie Wähler) in den vergangenen sechs Jahren. Greenpeace-Aktive protestieren.

mehr erfahren
Hochwasser in Prag: Die Moldau hat die Altstadt von Prag unter Wasser gesetzt, im August 2002
  • 06.06.2024

Wann ist ein Jahrhunderthochwasser ein Jahrhunderthochwasser und wieso treten sie jetzt plötzlich so häufig auf? Antworten auf gängige Fragen.

mehr erfahren
Flut in Günzburg 2.6.24
  • 02.06.2024

Überschwemmungen, Starkregen, Stürme ebenso wie Dürren werden immer häufiger und heftiger. Im Juni 2024 versanken Teile Deutschlands in Fluten. Die Klimakrise hat uns längst im Griff.

mehr erfahren
Mädchen vor Flut
  • 16.05.2024

Klimawandel und Umweltzerstörung sind schon heute oft ein Auslöser für Flucht und Abwanderung. Das Problem klein reden hilft nicht. Es ist Zeit, zu handeln!

mehr erfahren
Projektion auf Reichstag "Stoppt das Klimaschmutzgesetz"
  • 26.04.2024

Das Klimaschutzgesetz war die größte klimapolitische Errungenschaft der SPD. Dann hat Olaf Scholz’ Regierung es brutal zurechtgestutzt. Heute wurde die Novelle im Bundestag beschlossen.

mehr erfahren