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Herbstliche Buche in der Sonne
© Michael Löwa / Greenpeace

Greenpeace macht seine Klimabilanz transparent

Greenpeace fordert Unternehmen auf, ihren CO2-Ausstoß drastisch zu senken und geht dabei mit gutem Beispiel voran. Mit einem klaren Fahrplan senkt Greenpeace den Ausstoß an Treibhausgasen.

Greenpeace setzt sich für den Schutz und Erhalt der Lebensgrundlagen ein. Solches Engagement ist nur dann glaubwürdig, wenn auch die eigenen Prozesse und Verhaltensweisen stets im Auge behalten und, wo immer möglich, verbessert werden.  

So ließ Greenpeace Deutschland 2023 seinen CO2-Ausstoß erstmals extern verifizieren, um seine eigene Klimabilanz glaubwürdig und transparent zu machen. Bei der Bilanz werden auch Waren und Dienstleistungen berücksichtigt, die Greenpeace bezieht: „Das gibt uns ein tieferes Verständnis, wo und wie wir – gemeinsam mit Lieferant:innen – CO2 einsparen können und damit die Wirtschaft transformieren“, sagt Karen Paul, Teamleiterin IT. „Einige Dienstleister sind bereits in der Lage, echte CO2-Daten für genutzte Dienste zu liefern. Das muss in allen Unternehmen zum Standard werden.“ Und sie macht anderen Mut: „Wir können feststellen, dass es selbst für kleine und mittelständische Organisationen mit überschaubarem Aufwand machbar ist, einen kompletten Überblick über alle indirekten Treibhausgas-Emissionen zu erhaltenen.“ Greenpeace Deutschland kam 2023 auf rund 8000 Tonnen CO2, die bis 2030 auf Null sinken sollen. Greenpeace hat hier bereits große Fortschritte gemacht und stieß 2025 nur noch rund 3200 Tonnen CO2 aus.

Was Greenpeace 2023 erstmals unternommen hat:

  • den CO2-Fußabdruck für Dienstleistungen und Lieferungen erhoben
  • CO2-Ausstoß durch digitale Anwendungen wie Newsletter oder Videokonferenz gemessen
  • Greenpeace unterstützt die Michael Succow Stiftung bei der Wiedervernässung eines Moors in Brandenburg mit 140.000 Euro. In den kommenden Jahren sollen je 80.000 Euro in externe Projekte investiert werden, die maßgeblich zur Reduktion von CO2 beitragen. Im Gespräch ist sogar ein Moorprojekt in der Ukraine.

Was Greenpeace auch weiterhin tut: 

  • Verhaltenskodex und Richtlinien stetig weiterentwickeln, so dass Greenpeace immer einen möglichst ambitionierten Klimafahrplan hat.
  • Fahrzeug- und Bootsflotte verkleinern und elektrifizieren
  • Konsum drosseln und wenn, dann nach ökologischen und sozialen Kriterien einkaufen
  • Weitestgehend refurbished Hardware anschaffen

Umweltfreundlich verhalten

Greenpeace kann den CO2-Ausstoß nur senken, wenn die Mitarbeitenden mitmachen. Verhaltenskodex und Richtlinien geben daher konkrete Regeln vor:

  • Mitarbeitende sollen Dienstreisen möglichst durch Videokonferenzen ersetzen. Geflogen werden darf erst, wenn ein Ziel nicht innerhalb von 24 Stunden mit dem Zug erreichbar ist. Die Geschäftsführung muss jeden Flug vorab genehmigen. Grundsätzlich ist der ÖPNV zu nutzen. 
  • Mit Jobrad und Deutschlandticket unterstützt Greenpeace umweltfreundliche Mobilität auch finanziell. 
  • Essen bei Greenpeace ist bio und vegetarisch, meistens vegan. 
  • Wenn Waren oder Dienstleistungen eingekauft werden, gehen ökologische und soziale Prinzipen vor ökonomischen. 
  • Greenpeace kauft konsequent nicht bei Kampagnengegnern ein: etwa bei Amazon oder Ikea.

Die Integrity-Beauftragte prüft, ob die Vorgaben eingehalten werden. Darüber hinaus analysiert sie, ob sich die Vorgaben im Sinne des Umweltschutzes verbessern lassen.

Umweltfreundliche Aktionen

Greenpeace lebt von Aktion. Deshalb achten wir darauf, dabei möglichst umweltfreundlich unterwegs zu sein. Sowohl im Aktionslager am Rethedamm als auch bei unseren Einsätzen vor Ort, etwa auf Festivals, setzen wir vollständig auf erneuerbare Energien und emissionsfreie Technologien. Hier sind die Meilensteine ​​unserer grünen Transformation:

1. Standort Rethedamm: autark und CO₂-neutral im 3. Teilabschnitt der Sanierung
Unser Standort am Rethedamm wird grundlegend modernisiert. Mit dem Start des 3. Teilabschnitts der energetischen Sanierung stellen wir die Weichen komplett auf Zukunft:

  • Grüne Wärme: Wir ersetzen die alte Heizanlage. Eine moderne, hocheffiziente Luft-Wasser-Wärmepumpen-Anlage übernimmt ab 2027 die vollständige Wärmeversorgung des Gebäudes.
  • 100 % Ökostrom aus eigener Kraft: Wir machen uns unabhängig von fossilen Energieträgern. Unseren Strombedarf decken wir komplett selbst durch eine Kombination aus leistungsstarken PV-Anlagen auf unseren Dächern und einem eigenen Windrad.
  • E-Mobilität auf dem gesamten Hof: Auch unsere Logistik wird sauber. Wir stellen in diesem Jahr unsere gesamte Fahrzeugflotte bis zu 3.5 Tonnen vollständig auf Elektromotoren um. Diese laden wir direkt mit dem selbst erzeugten Ökostrom.

2. Festival-Logistik: Sonne im Tank 
Nicht nur an unserem Standort, sondern auch „on the road“ leben wir Nachhaltigkeit. Für unsere Festivalstände gilt ab sofort das Prinzip der absoluten Emissionsfreiheit:

  • Solarstrom für die Stände: Mit unserem innovativen Eco Sun Trailer transportieren wir saubere Energie direkt zum Event. Die mobilen Solaranlagen versorgen unsere Festivalstände autark mit reinem Sonnenstrom.
  • Saubere Systeme statt stinkender Generatoren: Das Zeitalter lauter und umweltschädlicher Diesel-Generatoren ist bei uns endgültig vorbei. Für alle flexiblen Aktionen und den mobilen Strombedarf nutzen wir ausschließlich Instagrids – leistungsstarke, saubere und lautlose Akku-Systeme.

Umweltfreundliche Büros

Das gemietete Deutschland-Hauptquartier in der Hongkongstraße in Hamburg wird zu 100 Prozent mit erneuerbaren Energien versorgt. Strom, den die Solaranlage nicht selbst erzeugen kann, kommt als Ökostrom von Greenplanet Energy eG. Das gesamte Gebäude, in dem sich das Berliner Büro befindet, bezieht Strom von Green Planet Energy eG. Auch unser Büro in Bayern bezieht Ökostrom. Eine einfache Maßnahme, die maßgeblich zur Einsparung von CO2 beiträgt. 

Grünes Monitoring 

Greenpeace erfasst jährlich die gefahrenen Kilometer und den Verbrauch von Treibstoffen für die Beluga II, die Schlauchboote, Lkw und Pkw und die Kilowattstunden für den Stromverbrauch und die Wärmeerzeugung. Es wird festgehalten, wie weit und mit welchen Verkehrsmitteln gereist wird und wieviel Kilogramm Papier Greenpeace einsetzt. 

Mit diesen Daten errechnet und dokumentiert Greenpeace International den CO2-Verbrauch aller Büros seit rund 20 Jahren und veröffentlicht ihn im Global Annual Report. Je nach Art der Kampagnen, deren internationaler Verflechtung und beispielsweise des Anteiles der Schiffseinsätze auf See, kann die Höhe der Jahresverbräuche unabhängig von den Einsparbemühungen schwanken.

Neben der Meldung der Verbräuche an Greenpeace International erstellt Greenpeace e.V. einen allumfassenden CO2-Bericht mit einer Software. Sie basiert auf dem Greenhouse Gas Protocol zur Berechnung von CO2-Emissionen auf Unternehmensebene. Das GHG-Protocol ist der am weitesten verbreitete und international anerkannte Standard zur Bilanzierung von Treibhausgasemissionen. 

Klimafahrplan 2030

Im Klimafahrplan 2030 von Greenpeace Deutschland sind folgende Punkte wichtig: 

  • Greenpeace will die CO2-Emissionen bis 2030 gen Null senken.
  • Greenpeace spricht nicht von Klimaneutralität und kompensiert nicht. Denn entscheidend ist, dass CO2-Emissionen gesenkt bzw. vermieden werden. 
  • Greenpeace investiert in die Wiedervernässung von Mooren. Das aber ist ausdrücklich keine Kompensation, denn es ändert nichts an unseren Ambitionen bei der Senkung unseres Treibhausgasausstoßes.

Die weiteren Ziele sind in den jährlichen CO2-Berichten (unten) genannt. Der Bericht für 2023 wurde extern, gemäß den Vorgaben der ISO 14064-3:2020-05, verifiziert. 

Greenpeace CO2-Report 2025

Greenpeace CO2-Report 2025

Greenpeace e.V. CO2-Bericht 2025 nach GHG-Protokoll: CO2-Reduktion auf Kurs

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Greenpeace e.V. CO2-Bericht 2024  nach GHG-Protokoll

Greenpeace e.V. CO2-Bericht 2024 nach GHG-Protokoll

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Greenpeace e.V. CO2-Bericht 2023  nach GHG-Protokoll

Greenpeace e.V. CO2-Bericht 2023 nach GHG-Protokoll

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Verifizierung

Verifizierung

Verifizierung der CO2-Messung 2023

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Prüfbericht CO2-Messung 2023

Prüfbericht CO2-Messung 2023

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