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Greenpeace-Aktivisten demonstrieren auf der Shell-Ölplattform Polar Pioneer gegen Ölbohrungen in der Arktis
Vincenzo Floramo / Greenpeace

Greenpeace-Aktivisten protestieren auf Ölplattform für Arktisschutz

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Es ist ein mutiger Kampf wie der von David gegen den Riesen Goliath: Sechs Greenpeace-Aktivisten erklimmen die Blue Martin, das größte Transportschiff der Welt – und beladen mit einer kompletten, 38.000 Tonnen schwerer Ölbohrplattform, der Polar Pioneer. Diese ist im Auftrag von Shell unterwegs von Asien nach Alaska. Dort soll sie in der Tschuktschenssee abgesetzt werden, um nach Öl zu bohren.

Gegen die Ausbeutung dieses Gebietes durch gefährliche Bohrungen protestieren die Aktivisten. Seit Ostermontag befinden sie sich auf der Plattform, die zur Zeit etwa 1500 Kilometer nordwestlich von Hawaii durch den Nordpazifik fährt. Mit Schlauchbooten fuhren sie an die Blue Martin heran, erkletterten dann die Bohrinsel. Die Aktivisten haben Verpflegung für mehrere Tage dabei.

In der arktischen Tschuktschensee will Shell die umstrittene Suche nach Öl fortsetzen – in einer der letzten weitgehend unberührten und zudem sensibelsten Regionen unseres Planeten. Auf der Strecke bleiben Natur und Klimaschutz.

„Immer wieder kommt es bei Ölbohrungen zu schweren Unfällen“, sagt Larissa Beumer, Greenpeace-Expertin für die Arktis. „Deshalb müssen gerade die besonders sensiblen Gebiete in der Arktis geschützt werden. Shells geplante Ölsuche in der Tschuktschensee ist unverantwortlich.“

Die Greenpeace-Aktivisten berichten auf Twitter über ihren Protest auf der Polar Pioneer; über den Hashtag #TheCrossing kann die Aktion live verfolgt werden.

Genehmigungen für Arktis-Bohrungen trotz Unfallgefahr

Im Jahr 2012 kam es bei Shells Arktisprojekt zu mehreren schweren Pannen und Unfällen vor der Küste Alaskas; danach musste der Konzern in den vergangenen zwei Jahren seine Probebohrungen aussetzen. Dies lag unter anderem an dem Urteil eines US-Berufungsgerichts in San Francisco. Durch das wurde das US-Innenministerium angewiesen, die für die Tschuktschensee vor Alaska ausgestellte Lizenz für Öl- und Gasbohrungen („lease 193“) erneut zu überprüfen. Diese Lizenzvergabe wurde nun als rechtmäßig bestätigt.

Damit kann die zuständige US-Behörde nun Shells Anträge für Probebohrungen offiziell prüfen. Ein Ergebnis wird bis Ende April erwartet. Obwohl Shell also noch auf grünes Licht der US-Regierung warten muss, zieht das Unternehmen jetzt schon eine Flotte in Seattle zusammen, um von dort dann in die Arktis aufzubrechen. Sollte Shell in der Tschuktschensee Öl finden und mit der Förderung beginnen, schätzt die US-Regierung die Wahrscheinlichkeit für einen oder mehrere schwere Unfälle während des vorgesehenen Förderzeitraums von 51 Jahren auf 75 Prozent!

 

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1500 Kilometer vor Hawaii sind gestern sechs Greenpeace-Aktivisten auf die Bohrinsel „Polar Pioneer“ geklettert und haben an dem Stahlkoloss ein Protestcamp befestigt. Sie setzen damit - stellvertretend für sechs Millionen Menschen, die auf www.savethearctic.org unterschrieben haben - ein Zeichen für den Schutz der Arktis. Shell will mit der Ölbohrplattform im Sommer vor der Küste Alaskas nach Öl suchen (http://bit.ly/1yansPx). Aktuelles erfahrt Ihr über den Hashtag #TheCrossing auch auf Twitter und auf der Facebook-Seite Save The Arctic!

Posted by Greenpeace Deutschland on Dienstag, 7. April 2015

Shells Arktis-Projekt: eine Pannenserie

Shell hat bereits sechs Milliarden US-Dollar in das Arktis-Projekt investiert. Der Konzern startete 2012 mit sogenannten Erkundungsbohrungen, um die vermuteten Reserven zu erschließen. Geplant waren insgesamt zehn Bohrungen in zwei Jahren. Für sein Vorhaben hatte Shell im hohen Norden eine Bohrplattform, die Kulluk, und ein Bohrschiff, die Noble Discoverer, vorgesehen. Die Bohrungen sollten Anfang Juli 2012 beginnen.

Doch aus Shells Plänen wurde nichts. Widrige Wetterbedingungen, fehlende Genehmigungen und ein katastrophales Management führten dazu, dass Shell 2012 keine einzige Ölbohrung durchführen konnte. Nachdem die vorgeschriebene Notfallausrüstung zur Bekämpfung von Ölaustritten bei einem behördlichen Test kläglich versagte, durfte Shell nur oberflächliche Bohrungen durchführen.

Auch eine Pannenserie erschwerte Shells Vorhaben: Das Bohrschiff Noble Discoverer lief fast auf Grund; an Bord brach ein Feuer aus. Das Schiff erfüllte weder nationale noch internationale Standards. Die Kulluk-Bohrplattform lief am 1. Januar 2013 auf ihrem Rückweg aus der Arktis während eines schweren Sturms in der Nähe von Kodiak Island, Alaska, auf Grund und erlitt einen Totalschaden.

Noch immer sind an der Küste Alaskas die Ölreste des letzten schweren Unfalls nachweisbar. Vor 25 Jahren havarierte dort die Exxon Valdez; die Folgen haben deutlich gemacht, dass die Arktis zu den ökologisch sensibelsten Regionen auf unserem Planten gehört. Deshalb dürfen Ölbohrungen in der Akrtis auf keinen Fall genehmigt werden.

>>> Fordern auch Sie einen Stopp für gefährliche Ölbohrungen in der Arktis! Schreiben Sie hier eine Protestmail an Präsident Obama.

  • Shell-Ölbohrplattform Pacific Pioneer

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  • Per Schlauchboot zum Mega-Schiff

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  • Greenpeace-Aktivisten klettern auf die Shell-Ölplattform Polar Pioneer

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  • Greenpeace-Aktivisten erklettern die Shell-Ölplattform Polar Pioneer

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  • Greenpeace-Aktivisten protestieren auf der Shell-Ölplattform Polar Pioneer

    Protest zwischen Stahlträgern

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Shell in der Arktis

Shell in der Arktis

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