Skip to main content
Jetzt spenden
oil spill Black Sea
Greenpeace/Egor Timofeev

Ölpest an der Krim

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

Das Ölunglück im Schwarzen Meer ist schlimmer, als vermutet: Rund 2000 Tonnen Schweröl verschmutzen Natur und Umwelt an der Krim.

Bei dem Sturm gingen nach offiziellen Angaben vier Frachtschiffe unter, sechs liefen auf Grund und etliche weitere gerieten in Seenot. Der 39 Jahre alte Öltanker zerbrach am nordöstlichen Ufer der Meerenge von Kertsch. In einem Gebiet, durch das sich derzeit viele Zugvögel auf ihrem Weg nach Süden befinden. Außerdem leben dort Delfine sowie Schweinswale, die vom Aussterben bedroht sind.

Die Straße von Kertsch zählt zu den am meisten befahrenen Wasserstraßen in der Region. Umweltschützer kritisieren schon lange, dass die für die Flussschifffahrt gebauten Schiffe derartigen Unwettern auf dem Meer nicht standhalten können. Dennoch dürfen sie im Schwarzen Meer fahren. So alte Tanker sind tickende Zeitbomben und können jederzeit und überall Ölunglücke verursachen, sagt Greenpeace-Experte Jörg Feddern. Sie dürften auf den Meeren gar nicht mehr eingesetzt werden.

Aus dem gesunkenen Tanker Volgoneft wird derzeit das verbliebene Öl abgepumpt. Der lange tobende Sturm erschwerte die Bergungsarbeiten erheblich. Etwa 800 Helfer waren am Dienstag nach russischen und ukrainischen Angaben im Einsatz, um den Ölteppich abzutragen und verschmutzte Strände zu reinigen. Auch unsere russischen Kollegen sind vor Ort.

Mehr zum Thema

Greenpeace-Aktivist:innen nähern sich der Shell-Ölplattform im Atlantik nördlich der Kanarischen Inseln

Aktive klettern auf Shell-Ölplattform

  • 02.02.2023

Shell will mit einer neuen Bohrplattform im Nordsee weitere Ölfelder erschließen. Vier Aktivist:innen wollen das nicht zulassen - und sind auf die Plattform geklettert.

mehr erfahren
Freiwillige helfen, die Strände von den Verschmutzungen zu befreien.

Ölkatastrophe in Israel

  • 03.03.2021

Die größte Ölkatastrophe in der Geschichte Israels ist auch ein Versagen der Politik. Satellitenbilder vom Mittelmeer zeigen, dass die Gefahr rechtzeitig zu erkennen gewesen wäre.

mehr erfahren
Die Esperanza fährt vor der Andrew-Plattform vorbei

Ölverschmutzung in der Nordsee

  • 17.08.2020

Eine starke Ölverschmutzung bei einer Plattform in der Nordsee dokumentierten Aktivistinnen und Aktivisten des Greenpeace-Schiffes Esperanza. Sie meldeten den Vorfall den Behörden.

mehr erfahren
Christian Bussau im Schlauchboot vor der Esperanza. Das Greenpeace-Schiff Esperanza fährt vor der von Shell betriebenen Ölplattform Brent-C (Charlie) im Hintergrund vorbei.

Deswegen sind wir wieder hier

  • 17.08.2020

Immer wieder protestiert Christian Bussau gegen Shell im Brent-Ölfeld. Der Protest gegen die Versenkung der Brent Spar war der größte Erfolg. Er erzählt, warum er heute da ist.

mehr erfahren
Portrait Christian Bussau

Umweltkatastrophe in Arktis

  • 15.06.2020

Was bedeutet die Ölkatastrophe in Russland für Mensch, Tier und Umwelt – und wie hängt das alles mit der Klimakrise zusammen? Ein Interview mit Dr. Christian Bussau von Greenpeace.

mehr erfahren
Greenpeace-Aktivisten vor BP-Hauptquartier in London

Weg vom Öl

  • 05.02.2020

Erster Tag im Amt, und schon Ärger mit Greenpeace: Auch vom neuen Chef des Ölkonzerns BP fordern die Umweltschützenden, endlich den Kurs auf Klimarettung zu stellen.

mehr erfahren